18:18 19 September 2020
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    Lockerungen in Deutschland; Politiker warnen vor Radikalisierung; Ein Toter und Verletzte bei Marineübungen am Persischen Golf; Botschafter aus Malta vergleicht Merkel mit Hitler; Erste Fitnessstudios in Nordrhein-Westfalen in der Nacht geöffnet; Gehaltskürzungen von 40 bis 50 Prozent im Fußball nötig

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Montag geschehen ist.

    Lockerungen in Deutschland

    In mehreren Bundesländern treten heute weitere Lockerungen der Corona-Einschränkungen in Kraft. In Nordrhein-Westfalen dürfen in der Gastronomie unter Auflagen wieder Gäste bewirtet werden. In Niedersachsen ist in Restaurants, Imbissen, Cafés und Kantinen wieder der Verzehr vor Ort gestattet. Unter anderem werden in Brandenburg und Baden-Württemberg die Kontaktbeschränkungen gelockert. Im öffentlichen Raum darf man sich nun auch mit Angehörigen eines weiteren Haushalts aufhalten. In Bayern dürfen Tierparks, Museen oder auch Bibliotheken unter Auflagen wieder öffnen. In Berlin beraten die Gremien mehrerer Bundesparteien über die aktuelle Lage. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts lag die Reproduktionszahl R zuletzt wieder über dem kritischen Wert von eins. Sie gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt.

    Politiker warnen vor Radikalisierung

    Nach den Demonstrationen gegen die Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie warnen Politiker vor einer Radikalisierung des Protests. Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, wer die Pandemie leugne und zum Verstoß gegen Schutzvorschriften aufrufe, nutze die Verunsicherung der Menschen schamlos dafür aus, die Gesellschaft zu destabilisieren und zu spalten. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak warnte in der „Augsburger Allgemeinen“, Extremisten heizten die Sorgen der Bürger mit Verschwörungstheorien an und verbreiteten Falschnachrichten. In vielen deutschen Städten waren am Wochenende Tausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Einschränkungen in der Corona-Krise zu protestieren.

    Ein Toter und Verletzte bei Marineübungen am Persischen Golf

    Bei Militärübungen der iranischen Marine am Persischen Golf ist ein Marinesoldat ums Leben gekommen. Weitere Soldaten seien bei dem Zwischenfall verletzt worden, teilte ein Armeesprecher laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Irna heute mit. Demnach sei ein Hilfsschiff bei den Übungen am Sonntag in einen Unfall verwickelt gewesen. Weitere Details sollen nach Untersuchungen bekanntgegeben werden. In den sozialen Medien ist indes von einem Raketenabschuss die Rede. Den Berichten zufolge soll eine von dem iranischen Kriegsschiff „Dschamaran“ abgeschossene Rakete versehentlich das Hilfsschiff getroffen haben. Dabei seien mehrere Marinesoldaten getötet worden. Die iranische Marine bestätigte die Informationen zunächst nicht.

    Botschafter aus Malta vergleicht Merkel mit Hitler

    Der maltesische Botschafter in Finnland ist Medienangaben zufolge zurücktreten, weil er Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Adolf Hitler verglichen hat. Michael Tabona hatte nach Angaben maltesischer Medien in einem mittlerweile gelöschten Facebook-Post geschrieben, vor 75 Jahren habe man Hitler gestoppt. Wer wird Angela Merkel stoppen? Sie habe Hitlers Traum erfüllt, Europa zu kontrollieren. Maltas Außenminister Bartolo bestätigte der Zeitung „Times of Malta“, dass der Botschafter zurückgetreten sei und dass an Deutschland eine Entschuldigung für den unsensiblen Kommentar geschickt werde.

    Erste Fitnessstudios in Nordrhein-Westfalen in der Nacht geöffnet

    In Nordrhein-Westfalen haben nach der Corona-Pause in der Nacht die ersten Fitnessstudios wiedereröffnet. Ganz kurz nach Mitternacht wurden etwa im Kölner Stadtteil Kalk die ersten Sportler wieder an die Geräte gelassen. Die Kette McFit sperrte dort ebenso wie an anderen Standorten in NRW um 00.01 Uhr die Türen auf. NRW hatte in der vergangenen Woche den Weg für eine Wiedereröffnung der Fitnessstudios für heute freigemacht. Es gelten aber strenge Auflagen. Zwischen den genutzten Geräten muss genügend Abstand sein, Duschen bleiben zum Beispiel geschlossen.

    Gehaltskürzungen von 40 bis 50 Prozent im Fußball nötig

    Der Sportmanagement-Spezialist Christoph Breuer hält angesichts der Corona-Krise eine deutliche Reduzierung der Spielergehälter in der Fußball-Bundesliga für notwendig. Auf der Kostenseite lasse sich ohne höhere Mathematik feststellen, dass Gehaltskürzungen eher bei 40 bis 50 Prozent liegen müssten als bei den öffentlich gehandelten 10 bis 20 Prozent, wenn sie die Mindereinnahmen durch Geisterspiele vollständig kompensieren sollen, schrieb der Professor der Deutschen Sporthochschule Köln in der „FAZ“. Damit meint er die ausstehenden Gehälter nach Aussetzen des Spielbetriebs.

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    Tags:
    Fußball, Coronavirus, NRW, Radikalisierung, Fitness