03:45 14 Juli 2020
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    Neues Corona-Hilfspaket in den USA; Deutschland startet Rettungsversuch bei der Uno; Österreichs Grenzen zu Deutschland werden geöffnet; Zensur bei Twitter; Mallorcas Natur blüht ohne Menschenmassen auf

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Mittwoch geschehen ist.

    Neues Corona-Hilfspaket in den USA

    Die US-Demokraten wollen mit einem neuen gigantischen Hilfspaket gegen die sozialen und ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie vorgehen. Die in das von der Oppositionspartei kontrollierte Repräsentantenhaus eingebrachte Gesetzesvorlage sieht Maßnahmen im Gesamtvolumen von drei Billionen Dollar vor. Das Paket wäre damit deutlich größer als die bisherigen Rettungsprogramme gegen die Krise. Die Aussichten auf Verabschiedung des neuen Hilfspakets stehen allerdings schlecht. Es müsste auch vom Senat gebilligt werden, in der die Republikanische Partei von Präsident Donald Trump über die Mehrheit verfügt. Die Gesetzesinitiative der Demokraten werde nie den Senat passieren, sagte bereits der republikanische Senator John Barrasso.

    Deutschland startet Rettungsversuch bei der Uno

    Angesichts eines drohenden diplomatischen Debakels im zerstrittenen UN-Sicherheitsrat startet Deutschland einen möglicherweise letzten Versuch zur Rettung einer Corona-Resolution. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Diplomatenkreisen erfuhr, machte Deutschland dem mächtigsten UN-Gremium zusammen mit Estland einen weiteren Kompromissvorschlag, der einen Weg aus der gegenwärtigen Blockade ebnen soll. Estland hat im Mai den Vorsitz im Rat inne. Ein politischer Machtkampf zwischen den USA und China hatte den Sicherheitsrat in den vergangenen Wochen an den Rand des Scheiterns gebracht. Die beiden Vetomächte hatten sich heftig um die Nennung der Weltgesundheitsorganisation WHO gestritten.

    Österreichs Grenzen zu Deutschland werden geöffnet

    Die wegen der Corona-Pandemie geschlossene Grenze zwischen Deutschland und Österreich soll nach Informationen der österreichischen Nachrichtenagentur APA am 15. Juni wieder vollständig geöffnet werden. Schon ab diesem Freitag werde es an den Grenzen nur noch stichprobenartige Kontrollen geben, bestätigte das Kanzleramt in Wien heute. Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz von der ÖVP hatte am Dienstag mit Kanzlerin Merkel telefoniert. Die Bundesregierung will bei ihrer Sitzung heute auch über weitere Schritte beraten. Österreichs Kanzler Kurz hatte bereits am Dienstagabend im Schweizer Fernsehens gesagt, dass er eine Grenzöffnung im Juni erwarte. Wie das Bundeskanzleramt in Wien weiter mitteilte, strebt Österreich auch eine Liberalisierung der Grenzmodalitäten mit seinen anderen Nachbarländern an.

    Corona kann Energiewende ausbremsen

    Anlässlich der Veröffentlichung seines neuen Energiewende-Index hat das Weltwirtschaftsforum davor gewarnt, die Auswirkungen der Corona-Pandemie könnten den Umstieg auf Erneuerbare Energien ausbremsen. Der beispiellose Rückgang der Nachfrage, die Preisschwankungen und der Druck, Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft schnell abzufedern, stellen die kurzfristigen Ziele der Wende in Frage, so die Stiftung. Allerdings biete die Krise auch die Chance, Strategien aufzugreifen, um eine Erholung zu unterstützen, die den Energiewandel beschleunigt, sobald die akute Krise abklingt, teilte WEF-Energieexpertin Bocca mit.

    Zensur bei Twitter

    Twitter hat nach eigenen Angaben damit begonnen, Falschinformationen und Verschwörungstheorien zum Coronavirus mit Warnhinweisen zu versehen. Irreführende und umstrittene Tweets zu der Pandemie würden gekennzeichnet, teilten die Unternehmens-Manager Roth und Pickles in einem Internetbeitrag mit. Bei der Identifizierung fragwürdiger Inhalte arbeite Twitter mit vertrauenswürdigen Partnern zusammen. Um wen es sich dabei handelt, blieb in der Mitteilung offen. Bereits in den vergangenen Wochen hatte Twitter als dubios, falsch oder schädlich eingestufte Einträge zum Coronavirus gelöscht.

    Mallorcas Natur blüht ohne Menschenmassen auf

    Neben den vielen dramatischen Auswirkungen der Corona-Pandemie hinterlässt die Krise zumindest in der Natur positive Spuren, so auch auf Mallorca. Wo sich sonst im Mai schon Urlauber an den Stränden tummeln und zahlreiche Autos quer über die Insel kurven, herrscht seit Wochen gähnende Leere. Das hat erfreuliche Auswirkungen unter anderem auf das Meer und die Luftqualität. So ist das Wasser rund um die Balearen vielerorts so kristallklar wie selten zuvor. Auch die Luftverschmutzung war bereits in den ersten zwei Wochen der Mitte März verhängten Ausgehsperre und des damit verbundenen Verkehrsrückgangs im Vergleich zu den Vorwochen um 60 Prozent zurückgegangen. Die Touristenflaute hat zudem zu einer spürbaren Reduzierung des Abfall-Aufkommens geführt.

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