00:18 12 Juli 2020
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    Facebook und seine Inhalte-Prüfer in den USA, die ihr Job krank gemacht hat, haben sich in einem Gerichtsverfahren auf eine Zahlung von 52 Millionen US-Dollar geeinigt.

    Die betroffenen Beschäftigten sollen laut den Anwälten der Kläger bei einer Diagnose wie einer posttraumatischen Belastungsstörung bis zu 50.000 US-Dollar für ihre Behandlungskosten erhalten.

    Die nun erzielte Einigung, die noch vom zuständigen Richter gebilligt werden muss, gilt für mehr als 10.000 Menschen aus Kalifornien, Texas, Arizona und Florida, die seit 2015 für Facebook gearbeitet haben. Der Mindestbetrag beläuft sich auf 1000 US-Dollar.

    Facebook kündigte in der Einigung auch weitere Vorkehrungen zum Schutz der geistigen Gesundheit der Inhalte-Prüfer an: So soll bei Videos standardmäßig der Ton ausgeschaltet bleiben und sie sollen schwarz-weiß abgespielt werden. Bewerber für die Jobs sollen speziell auf mentale Widerstandsfähigkeit geprüft werden, hieß es weiter.

    Hintergrund

    Die Menschen, die Inhalte beim Online-Netzwerk Facebook prüfen, müssen sich auch regelmäßig Szenen von Gewalt und Misshandlungen ansehen. Sie sind oft nicht direkt bei Facebook, sondern bei Dienstleistern angestellt.

    Im Herbst 2018 verklagte die frühere Inhalte-Prüferin Selena Scola Facebook mit dem Vorwurf, sie habe durch die gesehenen Inhalte nach neun Monaten eine posttraumatische Belastungsstörung davongetragen.

    ak/sb/dpa

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    Tags:
    Krankheit, Entschädigung, Einigung, Klage, Beschäftigte, Facebook, USA