19:42 05 August 2020
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    Das US-amerikanische Bundesamt für Ermittlung (FBI) hat unverhofft einen Mitarbeiter der Botschaft Saudi-Arabiens in Washington identifiziert, der der Teilnahme an den Terroranschlägen vom 11. September 2001 verdächtigt wird, berichtet das Nachrichtenportal Yahoo.

    Die „The Wall Street Journal“ hatte im September 2019 unter Berufung auf ein Gerichtsdokument geschrieben, dass das FBI gegenüber den Anwälten der Angehörigen der Terroropfer einen tatverdächtigen saudischen Diplomaten beim Namen genannt habe. Diese Person wurde in einem Bericht aus dem Jahr 2012 erwähnt, sollte jedoch nicht namentlich offengelegt werden, so die US-Zeitung.

    Der Bericht hatte laut Yahoo anfänglich Fahad al-Thumairy, Mitarbeiter der saudischen Behörde für Islam-Angelegenheiten und Imam der Moschee von Los Angeles, betroffen. Als zweite Person, die der Organisation des Terroranschlags vom 11. September verdächtigt wurde, galt Omar al-Bayoumi. Es ging auch um eine weitere Person, die Al-Thumairy und Al-Bayoumi beauftragt haben soll, den Terroristen zu helfen, die vor den Anschlägen Flugzeuge entführt hatten.

    Die dritterwähnte Person wurde erst bekannt, als das FBI im April ein Dossier an das  Bundesgericht geleitet hat. Das war die Antwort einer ranghohen Mitarbeiterin der Behörde, Gill Sunburn, auf die Klage der Angehörigen der Opfer gegen die saudischen Behörden wegen deren Mitwirkung an den Terrorattacken.  

    Laut Yahoo wird in dem Dokument Mussaed Ahmed al-Jarrah, Mitarbeiter des saudischen Außenministeriums, genannt. Er soll 1999 und 2000 in der saudischen Botschaft in Washington und danach in diplomatischen Missionen in Malaysia und Marokko gearbeitet haben. Alle FBI-Informationen zu Al-Jarrah und seiner möglichen Teilnahme an den Attacken vom 11. September werden geheim gehalten.

    Wie der Sprecher der Vereinigung der Opfer des Terroranschlags, Brett Eagleson, sagte, versuche das FBI auf diese Weise, „die Teilnahme von Saudi-Arabien zu verschleiern“.

    Als Journalisten des Portals Yahoo News auf das “Versehen“ verwiesen, haben die Beamten des Justizministeriums das Bundesgericht darüber informiert und den öffentlichen Zutritt zu dem Dokument gesperrt.

    Indes weisen die Behörden von Saudi-Arabien den Vorwurf zurück, in Kontakt zu den Terroristen gestanden zu haben.  

    Am 11. September 2001 entführten islamistische Terroristen vier Zivilflugzeuge. Zwei stürzten sich auf die beiden Türme des World Trade Center in New York, eines zerstörte das Pentagon-Gebäude in Washington, eines stürzte bei Pittsburgh (Pennsylvania) ab. Nach amtlichen Angaben sind in New York 2749 Menschen, in Washington 189 und in Pennsylvania 44 Menschen ums Leben gekommen.

    ls/mt

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    Tags:
    The Wall Street Journal, FBI, Yahoo, USA, Saudi-Arabien