15:52 07 Juli 2020
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    Südkoreanische Behörden planen nach Angaben der Nachrichtenagentur Yonhap, den Minderjährigen das Herunterladen von anonym nutzbaren Messenger-Apps aus Sicherheitsgründen zu verbieten.

    Dem südkoreanischen Ministerium für Gender-Gleichstellung und Familie zufolge handelt es sich dabei um die Messenger-Dienste, bei denen es unmöglich ist, die Identität der Nutzer festzustellen, und wo die Nachrichten nicht gespeichert werden. Die Vertreter des Ministeriums glauben, dass ein Verbot die Minderjährigen vor den Pädophilen schützen würde.

    „Wir wollen eine sicherere Online-Welt für Minderjährige schaffen“, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums.

    Die vorgeschlagene Maßnahme werde laut Yonhap erst Ende 2020 in Kraft treten. Danach werde für die App-Betreiber eine dreimonatige Toleranzperiode gelten.

    Auf eine solche Weise reagierten die Behörden von Südkorea auf eine Reihe von Straftaten, von denen mehrere Frauen und Teenagers betroffen waren. Rund 260.000 App-Nutzer hatten den Straftätern Geld überwiesen, um einen Telegram-Kanal zu abonnieren, der pornografische Materialien gepostet hatte. Diese waren durch sexuelle Nötigung von Frauen und Minderjährigen geschaffen worden.

    Nach Angaben der Behörden brauchen nur 13,3 Prozent aller in Südkorea funktionierenden Messenger-Apps eine Benutzer-Identifikation.

    ac/mt

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    Tags:
    Pädophile, Schutz, Messenger Telegram, Messenger, Minderjährige, Verbot, Behörden, Südkorea