12:26 06 Juli 2020
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    US-Botschafter Grenell kritisiert SPD; Deutschland startet Rettungsversuch bei den UN; Coronavirus verschwindet vielleicht nie wieder; Regierungsberater empfehlen Pkw-Maut und teureres Anwohner-Parken; Sohn von Melissa Etheridge mit 21 Jahren gestorben

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Donnerstag geschehen ist.

    US-Botschafter Grenell kritisiert SPD

    Der US-Botschafter in Deutschland, Grenell, hat die Bundesregierung aufgefordert, die deutsche Beteiligung an der atomaren Abschreckung der Nato nicht in Frage zu stellen. Statt die Solidarität zu untergraben, die das Fundament der atomaren Abschreckung der Nato bilde, sei es jetzt an der Zeit, dass Deutschland seinen Verpflichtungen gegenüber seinen Bündnispartnern nachkomme und in die nukleare Teilhabe der Nato investiere, schreibt Grenell in einem Gastbeitrag für die Zeitung „Die Welt“. Die politische Führung Deutschlands, besonders die der SPD, müsse deutlich machen, dass die Bundesrepublik an der Seite ihrer Bündnispartner stehe. SPD-Fraktionschef Mützenich hatte gefordert, dass Deutschland die Stationierung von US-Atombomben künftig ausschließen solle. Regierungssprecher Seibert bekannte sich im Namen der Bundesregierung allerdings klar zum Prinzip der atomaren Abschreckung.

    Antisemitismusbeauftragter kritisiert Corona-Demonstrationen scharf

    Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat vor der Verbreitung judenfeindlicher Verschwörungstheorien bei Protesten gegen die Corona-Beschränkungen gewarnt. Er halte viele dieser Protestkundgebungen für hochgefährlich, weil sie das Vertrauen in einen demokratischen Staat untergraben und ein Sammelbecken bilden, indem sich neben teils sehr obskuren anderen Geisteshaltungen verschwörungswütige Antisemiten und Holocaust-Leugner finden, sagte Klein der „Süddeutschen Zeitung“. Staat und Bürger müssten dem mit aller Macht entgegentreten.

    Polizei-Ausbilder sollen AfD-Positionen kritisch beleuchten

    Das Deutsche Institut für Menschenrechte empfiehlt Lehrkräften bei Polizei und Bundeswehr, sich in ihrem Unterricht verstärkt kritisch mit Rassismus und Rechtsextremismus zu beschäftigen. Dies gelte gegenwärtig besonders mit Blick auf rassistische und rechtsextreme Positionen der AfD, hält das Institut in einer aktuellen Analyse fest. Das parteipolitische Neutralitätsgebot des Staates oder gesetzliche Regeln für Polizei und Bundeswehr stehen einer kritischen Auseinandersetzung mit rassistischen und rechtsextremen Positionen keineswegs entgegen, betonte der Autor der Studie, Hendrik Cremer. Wiederkehrende Berichte über Rassismus und Rechtsextremismus in Polizei und Bundeswehr unterstreichen den Handlungsbedarf, fügte er hinzu.

    Coronavirus verschwindet vielleicht nie wieder

    Der Nothilfekoordinator der Weltgesundheitsorganisation ist skeptisch, dass das neue Coronavirus nach der rasanten Ausbreitung rund um den Globus noch eliminiert werden kann. Dieses Virus kann in der Bevölkerung heimisch werden, es kann sein, dass es nie mehr verschwindet, sagte Michael Ryan in Genf. Auch HIV, das Virus, das die Immunschwächekrankheit Aids auslöst, sei nie wieder verschwunden. Im Fall von HIV sei es der Welt gelungen, Medikamente und Präventionsmaßnahmen zu schaffen, so dass das Virus seinen Schrecken verloren habe. Es gebe eine kleine Chance, das neue Virus Sars-CoV-2, das die gefährliche Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann, auszurotten. Dafür müsse aber ein hocheffektiver Impfstoff gefunden werden, er müsse im ausreichenden Maß hergestellt und in aller Welt verteilt werden und die Menschen müssten einverstanden sein, sich impfen zu lassen.

    Regierungsberater empfehlen Pkw-Maut und teureres Anwohner-Parken

    Um Rad- und Fußverkehr zu fördern und den Klimaschutz voranzubringen, empfehlen Regierungsberater eine Pkw-Maut und teurere Parkgebühren in Städten. Neben der Stärkung umweltfreundlicher Verkehrsmittel seien Maßnahmen unerlässlich, die eine individuelle Pkw-Nutzung unattraktiver machen, heißt es in einem Gutachten des Sachverständigenrats für Umweltfragen, das heute vorgestellt wird. Die Möglichkeiten, Parkgebühren zu verlangen, müssten ausgeweitet und die Deckelung der Gebühren für Anwohner aufgehoben werden. Der Rat plädiert zudem für eine Pkw-Maut, die sich an Fahrstrecke, Schadstoff, Lärm- und CO2-Emissionen richtet.

    Sohn von Melissa Etheridge mit 21 Jahren gestorben

    Beckett Cypher, der Sohn von US-Sängerin Melissa Etheridge und ihrer früheren Partnerin Julie Cypher, ist im Alter von 21 Jahren gestorben. Sie seien traurig, den Tod von Beckett mitzuteilen, hieß es auf der Twitterseite der Musikerin. Es werde daher an dem Tag kein Hauskonzert stattfinden. Etheridge hatte während der Corona-Pandemie in den letzten Wochen täglich Zuhause einen kleinen Songauftritt gegeben und ins Netz gestellt. Wie die Sängerin auf Twitter mitteilte, starb ihr Sohn durch Drogenmissbrauch.

    mk/dpa/ae

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    Tags:
    Covid-19, Coronavirus, Deutschland, SPD, Richard Grenell, USA