22:56 06 Juli 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    2523
    Abonnieren

    Insgesamt 26 Bereitschaftspolizisten sind bei Unruhen in den Städten Nikšić und Pljevlja in Herzegowina verletzt worden. Nach Angaben der Behörden wurden Dutzende Unruhestifter bei landesweiten Auseinandersetzungen festgenommen, die gegen die Festnahme eines Bischofs der Serbisch-Orthodoxen Kirche, Joannicius, protestiert haben.

    Zu den größten Auseinandersetzungen sei es in Nikšić und in Pljevlja gekommen. Dort hätten die Polizisten Tränengas und Blendgranaten gegen die Demonstranten eingesetzt. Nach Polizeiangaben wurden dabei einige Menschen verletzt, darunter Minderjährige. Die Demonstranten hätten die Polizisten ohne Grund und sehr hart angegriffen, teilte die Polizei mit. Dabei sollen die Ordnungshüter mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern beworfen worden sein.

    In Nikšić wurden Angaben zufolge 32 Menschen festgenommen – gegen sie sind inzwischen Verfahren wegen Verstoßes gegen die öffentliche Ordnung eingeleitet worden. In Pljevlja habe die Polizei neun Menschen festgenommen. Einer von ihnen soll sich wegen eines Angriffs auf einen Polizisten in Gewahrsam befinden, fünf weiteren werden Verstöße gegen die öffentliche Ordnung zur Last gelegt.

    Auch in der Hauptstadt von Montenegro Podgorica habe es Unruhen gegeben. Dabei seien drei Menschen festgenommen worden. Wegen des Blockierens der Verkehrsverbindung zwischen den Städten Berane und Andrijevica habe die Polizei zwölf Menschen in der Kleinstadt Andrijevica in Gewahrsam genommen, fünf von ihnen wegen Angriffs auf einen Polizeibeamten.

    Zuvor hatte es in mehreren Städten Proteste gegeben, die durch die Festnahme des Bischofs der Eparchie Budimlja und Nikšić der Serbisch-Orthodoxen Kirche, Joannicius, sowie durch die Festnahme von sieben Priestern ausgelöst worden waren. Sie sollen wegen eines Gottesdienstes, den sie am 12. Mai – dem Feiertag des serbischen Heiligen Vasilije Ostroški – abgehalten haben, festgenommen worden sein.

    Der serbische Präsident Aleksandar Vučić und der Patriarch der Serbisch-Orthodoxen Kirche, Irinej, zeigten sich in einer gemeinsamen Erklärung über die Festnahme der Geistlichen besorgt. Die Serbische Kirche rief die Regierung von Herzegowina dazu auf, von der Gewalt gegen Zivilisten abzulassen. 

    mka/gs/sna

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Dänemark genehmigt Fertigstellung von Nord Stream 2 durch Verlegeschiffe mit Ankerpositionierung
    „Von der Leyen überschreitet rote Linie“: Einmischung der EU-Kommission in kroatischen Wahlkampf
    Erdöl: Für die Supermacht am Golf sieht es schlecht aus
    Tags:
    Proteste