14:56 09 Juli 2020
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    Nach Einschätzung des Hauptzollamtes Schweinfurt hat sich der Drogenschmuggel wegen der Corona-Ausgangsbeschränkungen deutlich auf den Postweg verlagert. Deshalb sollen Zoll und Postdienstleister derzeit verstärkt zusammenarbeiten.

    „Schmuggler reagieren schnell auf geänderte Situationen“, sagte der Leiter des Sachgebiets Kontrollen, Wolfgang Pförtsch, laut einer Mitteilung vom Donnerstag. Die Gefahr, dass Postsendungen mit Rauschmitteln ins Visier der Drogenfahnder gerieten, schätzten die Schmuggler offenbar geringer ein als das Risiko, auf den derzeit deutlich leereren Autobahnen erwischt zu werden.

    Laut Pförtsch wirkt sich die Kooperation mit den Paketdienstleistern positiv aus. Demnach zog der Zoll Ende April und Anfang Mai in Unterfranken drei Postsendungen mit insgesamt mehr als zehn Kilo Cannabisblüten aus dem Verkehr.

    Die Pakete stammten vom selben Absender. Ein Postzentrum habe den Zoll verständigt, durch einen Drogentest seien die Lieferungen dann aufgefallen. Gegen die in Deutschland ansässigen Warenempfänger sei ein Strafverfahren wegen Bannbruchs und des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet worden. Die Ermittlungen gegen den Absender dauerten an. 

    mka/gs/dpa

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    Tags:
    Deutschland, Post, Drogen