23:38 11 Juli 2020
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    Ermittler haben in Niedersachsen einen Mann verhaftet, der sich Corona-Soforthilfen im Millionenbereich ergaunern wollte. Dem 30-Jährigen soll es zuvor durch Betrug gelungen sein, „Soforthilfen“ in Höhe von insgesamt 67.000 Euro zu erhalten.

    Der Mann habe in nur fünf Tagen zwischen dem 31. März und dem 5. April Corona-Soforthilfe in 23 Fällen beantragt – bei der Landeshauptstadt München sowie bei den Regierungen von Schwaben und Oberbayern. Insgesamt habe sich die Antragssumme auf mehr als eine Million Euro belaufen, teilte die Staatsanwaltschaft München I am Freitag mit.

    „Der Beschuldigte verwendete für die Antragstellung jeweils entweder Alias-Identitäten oder täuschte unter dem Namen realer Unternehmen aus Bayern die Voraussetzungen einer Corona-Soforthilfeberechtigung vor“, heißt es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft.

    Die Sachbearbeiter in München hätten Verdacht geschöpft und den Fall an die Staatsanwaltschaft übergeben.
    Aus der Auswertung des Kontos des Tatverdächtigen habe sich ergeben, dass dort bereits Sofortbeihilfen in einer Gesamthöhe von rund 67.000 EUR eingegangen seien, welche von Behörden der Länder Berlin, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg stammten. Der Mann wurde nach seiner Festnahme in Untersuchungshaft genommen.

    mka/gs/dpa

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    Tags:
    Polizei, Betrug