01:55 24 November 2020
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    Der Chef des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hat sich gegen eine Impfpflicht gegen das Coronavirus ausgesprochen. Laut Wieler haben die Bürger bereits ein Verständnis für die Wichtigkeit von Impfungen.

    „Wir haben keinen Anlass, an eine Impfpflicht zu denken“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Samstag in Schwerin. Die Bürgerinnen und Bürger seien definitiv klug genug zu wissen, wenn es einen sicheren Impfstoff gebe, dass dieser ihre Gesundheit fördern würde.

    Zum Thema Impfstoff sei vor einigen Wochen eine Arbeitsgruppe beim RKI gegründet worden. Diese würde sich damit befassen, sofern es einen Impfstoff gebe, welche Bevölkerungsgruppen wie geimpft werden könnten.

    Seit Längerem wird über eine allgemeine Corona-Impfpflicht spekuliert, welche die Bundesregierung einführen könnte, um neue Viruserkrankungen innerhalb der Bevölkerung zu verhindern. Anfang Mai äußerte sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wiederholt zu diesem Thema und räumte mit Gerüchten über einen angeblichen Impfzwang auf.

    Es brauche keinen Zwang, habe Spahn damals gesagt. Angesichts des Coronavirus sehe er in der Bevölkerung eine hohe Bereitschaft, sich impfen zu lassen. Vor dem Hintergrund der Pandemie hätten die Bürger die Bedeutung des Impfens neu schätzen gelernt. 

    mka/gs/dpa

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    Tags:
    Deutschland, Robert-Koch-Institut, Impfpflicht