18:54 28 November 2020
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    Die zu Tausenden während der Corona-Krise registrierten Asylbewerber leben nach Einschätzung des Bundesinnenministeriums überwiegend schon länger hier in Deutschland. Dies sagte der Ministeriumssprecher der „Welt am Sonntag“.

    Laut dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wurden im April 5106 Asylerstanträge gestellt, obwohl wegen der Corona-Beschränkungen kaum noch Asylsuchende an den Grenzen festgestellt wurden.

    Mit der Erstaufnahme befasste Beamte berichteten dem Blatt, dass es sich bei den Neuzugängen unter anderem um zuvor per Visum Eingereiste handele. Daneben könnten auch Corona-bedingte Verzögerungen eine Rolle spielen.

    Einen Hinweis, um welche Fallkonstellationen es sich handelt, liefert nach dem Bericht das sächsische Innenministerium. Unter den im April in der Erstaufnahme angekommenen Migranten seien etwa Studenten, „deren Aufenthaltsstatus endet und die angeben, nicht mehr in das Heimatland zurückkehren zu können“.

    Zudem hätten Personen Anträge gestellt, die wegen „Krankenbehandlungen“ eingereist waren. Oder solche, die „mit Schengenvisum als Touristen, Geschäftsreisende oder zum Verwandtenbesuch“ eingereist waren und nach Abwarten der legalen Aufenthaltsfristen - beispielsweise bis zum Abschluss der Krankenbehandlungen oder des Verwandtenbesuchs - von zumeist 90 Tagen ihren Aufenthalt „rechtlich neu ordnen wollten“.

    leo/dpa/ae

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    Tags:
    Bundesinnenministerium, Pandemie, Coronavirus, Deutschland, Asylanträge, Asylantrag, Asylbewerber