14:40 10 August 2020
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    Russland hat während der Corona-Krise drei Partien von Gewebe, das für die Herstellung von Schutzmasken nötig ist, als humanitäre Hilfe an den Iran geschickt. Das teilte der Presseattache der russischen Botschaft in Teheran, Andrej Ganenko, am Sonntag gegenüber der Agentur RIA Novosti mit.

    „Das Gut ist Gewebe für die Produktion von Mund-Nasen-Masken. Es waren drei Flüge - am 7., 14. und 15. Mai - mit je bis zu 3,5 Tonnen an Gütern“, teilte er mit.     

    Bisher hatte Russland Corona-Tests als humanitäre Hilfe geliefert. Zuvor hatte der Handelsvertreter Russlands im Iran, Rustam Schiganschin, gegenüber RIA Novosti mitgeteilt, Moskau zeige sich bereit, Schutzmasken und Desinfektionsmittel in den Iran zu importieren, wenn Teheran das Exportverbot aufheben werde.

    Exportverbot im Iran

    Der iranische Vize-Minister für Industrie und Handel, Hamid Zadboum, hatte die Agentur bereits im April über die Beschränkungen für den Export von Waren mit medizinischer Zweckbestimmung informiert. 

    Das Verbot betreffe den Export von Atemschutzmasken und Gewebe für ihre Produktion. Indes schloss der Vize-Minister nicht aus, dass sich die Situation ändern werde, sobald der Iran in gebührendem Maße mit diesen Waren versorgt werde.     

    Daraufhin hatte der iranische Präsident, Hassan Rohani, mehrmals erklärt, dass Teheran die für den Kampf gegen das Coronavirus nötigen Waren bereits exportieren könne. Zugleich verwies er darauf, dass die Genehmigung momentan nicht alle Positionen betreffe.   

    Bis Ende April hat Teheran die Herstellung von Schutzmarken um das Zehnfache - von etwa 400.000 Schutzmasken auf mehr als vier Millionen täglich - erhöht. Der Schutzmasken-Mangel in den ersten Wochen der Ausbereitung von Sars-CoV-2 (seit 19. Februar) konnte mehr oder weniger beseitigt werden.

    Lockerung der Corona-Einschränkungen

    Der Iran lockert allmählich die wegen der Coronavirus-Pandemie verhängten Einschränkungen: Betriebe mit geringem Gefährdungsrisiko haben ihre Arbeit wieder aufgenommen. Für Ende Mai  ist die Eröffnung von Plätzen geplant, die eine große Menschenansammlung vorsehen.

    Immer mehr Aufmerksamkeit wird der persönlichen Sicherheit von Bürgern gewidmet. Das Tragen von Gesichtsmarken ist im öffentlichen Verkehr obligatorisch, auf Straßen hat diese Maßnahme nur Empfehlungscharakter.  

    Coronavirus im Iran

    Der Iran ist das von der Coronavirus-Pandemie am schwersten betroffene Land im Nahen Osten. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (Stand: um 11.32 Uhr, am 17. Mai) haben sich im Iran 118.392 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. 6937 sind an dem Erreger gestorben.

    ns/ae/sna 

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    Tags:
    Andrej Ganenko, Lieferung, Atemschutzmasken, Gewebe, Coronavirus, Hassan Rohani, Hamid Zadboum, Rustam Schiganschin, Russland, Tiran