06:40 29 November 2020
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    Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Ulrich Kelber, hat die Bundesbehörden vor einer Nutzung des Messengerdienstes „WhatsApp“ gewarnt. Laut Kelber gibt der Dienst Nutzerdaten an Facebook weiter und ist somit nicht datenschutzfreundlich.

    Laut dem Handelsblatt riet Kelber zu ernsthaften Bedenken hinsichtlich des Einsatzes von WhatsApp durch Bundebehörden. „Aus gegebenem Anlass möchte ich darauf hinweisen, dass der Einsatz von WhatsApp für eine Bundesbehörde ausgeschlossen ist“, schrieb er in einem Schreiben an alle Bundesministerien und -behörden. Damit reagierte Kelber auf einzelne ihm vorliegende Bürgerbeschwerden gegen die Nutzung von WhatsApp durch Bundesbehörden.

    Auch wenn die Coronakrise bei allen öffentlichen Stellen zu veränderten Kommunikationswegen führe, dürfe „in diesen schwierigen Zeiten“ die Einhaltung des Datenschutzes nicht vernachlässigt werden. „Allein durch die Versendung von Nachrichten werden jedes Mal Metadaten an WhatsApp geliefert“, gibt der Datenschützer zu bedenken. Und es sei davon auszugehen, dass diese dann unmittelbar an Facebook weitergegeben würden.

    Kelber sieht zwar das Bedürfnis der Bundesregierung „zeitnah und unmittelbar“ mit den Bürgerinnen und Bürgern zu kommunizieren und diese jenseits von Kettenbriefen und Falschmeldungen in sozialen Netzwerken „verlässlich“ zu informieren. „Wenn hierzu aber auf WhatsApp zurückgegriffen wird, zeigt dies in erster Linie, dass bislang versäumt wurde, einen datenschutzfreundlichen Dienst zu etablieren.“

    WhatsApp wies diese Vorwürfe zurück. Ein Sprecher des Dienstes erklärte, WhatsApp gebe keine Benutzerdaten an Facebook weiter, um etwa zielgruppengenauere Werbung auf Facebook zu ermöglichen. 

    mka/gs

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    Tags:
    Datenschutz, WhatsApp