13:16 09 Juli 2020
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    Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Krise hat Belgiens Premierministerin Sophie Wilmès am Samstagabend verschiedene Krankenhäuser besucht. Einen dermaßen kühlen Empfang, wie das Krankenhaus St. Pierre in Brüssel für sie vorbereitete, erwartete die Politikerin vermutlich nicht.

    Bei Wilmès Eintreffen am Krankenhaus St. Pierre bildete das Personal einen schmalen Korridor, den das Auto der Regierungsschefin passierte. Die Mitarbeiter des Krankenhauses drehten dem Auto dabei demonstrativ den Rücken zu.

    Wie die Zeitung „The Brussels Times“ schreibt, äußerten die Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger auf diese Weise Protest gegen den Umgang der Regierung mit der Krise und ihre Herangehensweise an die Gesundheitsversorgung im Allgemeinen. Außerdem seien sie mit den niedrigen Gehältern und dem Personalmangel unzufrieden.

    Die Premierministerin kommentierte später ihren Besuch in St. Pierre auf Twitter. Sie sprach von „wichtigen Momenten des Zusammentreffens und des Dialogs“. Man habe über die Gesundheitssituation, die mentale Belastung sowie die Förderung und die Finanzierung der Gesundheitsversorgung gesprochen, so Wilmès.

    Das Krankenhaus St.Pierre war seit dem Beginn der Pandemie das Referenzkrankenhaus für bestätigte Fälle und bleibe eine der wichtigen Kliniken Belgiens im Kampf gegen das Virus.  Wie „The Brussels Times“  berichtet, besuchte die Premierministerin am Samstagabend auch das Deltakrankenhaus in der Hauptstadt.

    sm/gs

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    Tags:
    Belgien, Krankenhaus, Empfang