15:03 10 August 2020
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    Nachrichtenüberblick: Spahn kündigt mehr Tests zur Vorsorge an; Premierminister Li eröffnet chinesischen Volkskongress; Trump äußert sich gegen einen zweiten Lockdown; Aufräumen nach Zyklon mit 80 Toten in Indien und Bangladesch; CSU will ein Konjunkturprogramm gegen Coronakrise.

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Freitag geschehen ist.

    Spahn kündigt mehr Tests zur Vorsorge an

    Gesundheitsminister Jens Spahn will eine erhöhte Anzahl von Corona-Tests bereitstellen. Dabei soll eine größere Grundlage für Tests auch in Pflegeheimen und Krankenhäusern geschaffen werden. „Mein Ziel ist es, noch im Mai eine Verordnung vorzulegen, die präventive Reihen-Tests in Krankenhäusern und Pflegeheimen ermöglicht“, sagte der CDU-Politiker der Zeitung „Die Welt“. „Wenn Patienten und Bewohner aufgenommen oder verlegt werden, sollten Sars-CoV-19-Tests die Regel sein.“

    Die Chefin vom Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten Andrea Ammon (Archivbild)
    © AFP 2020 / ALBERTO PIZZOLI (ARCHIVFOTO)

    Dem liegt der Fakt zu Grunde, dass Deutschland seine Testkapazitäten bei weitem nicht ausschöpft. Laut Spahn sind in der vergangenen Woche 425.000 Tests durchgeführt worden, auch wenn die Kapazität das Doppelte an Tests erlauben würde. Um dies auszunutzen, sollte nun im Falle einer Infektion in einer Einrichtung das gesamte Personal präventiv auf Covid-19 getestet werden. Dies betreffe auch symptomfreie Kontaktpersonen.

    Premierminister Li eröffnet chinesischen Volkskongress

    Aufgrund der Corona-Pandemie musste Chinas jährliche Plenarsitzung vom März verschoben werden. Nun hat der chinesische Premierminister Li den Volkskongress am Freitag eröffnet. Die Sitzung findet unter strenger Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen statt. Auch sollte die Dauer der üblich zweiwöchigen Sitzung auf nun knapp eine Woche verkürzt werden. Zu Beginn des Volkskongresses legte Regierungschef Li vor den rund 2900 Abgeordneten seinen Rechenschaftsbericht vor. Die Eröffnungssitzung begann mit einer Schweigeminute für die Opfer der Corona-Krise.

    Thematisch im Vordergrund lag dabei ein Wirtschaftsplan, sowie Pläne zur Ankurbelung der Konjunktur, die aufgrund der Pandemie stark eingebrochen ist. In einer Abkehr von der üblichen Praxis setzte der Premier in diesem Jahr „wegen der großen Unsicherheiten“ durch die Corona-Krise kein Ziel für das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft.

    Trump äußert sich gegen einen zweiten Lockdown

    Der US-amerikanische Präsident Donald Trump gab Bescheid, dass er bei einer zweiten Welle die USA nicht wieder schließen werde. Im Zuge der großflächigen Ausbreitung des Corona-Virus in den USA gibt Trump eine klare Richtung an: Sollten sich die Befürchtungen von Wissenschaftlern mit einer zweiten Virus-Welle bestätigen, so „werden wir die Feuer löschen, wir werden das Land nicht schließen“, sagt Trump. Anlass für diese Worte war ein Besuch in einer Fabrik des Autobauers Ford in Ypsilanti im Bundesstaat Michigan am Donnerstag (Ortszeit).

    Auch jetzt lockert der Präsident schon die Sicherheitsmaßnahmen, trotz rapid ansteigenden Fallzahlen. Das Anlaufen der US-Wirtschaft habe eine klare Priorität: „Um die Gesundheit unserer Bevölkerung zu schützen, brauchen wir eine funktionierende Wirtschaft“, so Trump.

    Aufräumen nach Zyklon mit 80 Toten in Indien und Bangladesch

    Der Sturm „Amphan“ traf Indien und Bangladesch und hinterließ eine große Spur der Verwüstung. Mit mehr als 80 Toten solle dies laut dem indischen meteorologischen Dienst einer der stärksten Stürme der vergangenen 20 Jahre sein. Da der Wirbelsturm nun abgezogen ist, haben die Aufräumarbeiten in Neu-Delhi bereits begonnen. Tausende Häuser wurden im Zuge der Naturkatastrophe zerstört. Die Regierungschefin von der besonders betroffenen Region Westbenegalen, Mamata Banerjee, sagte, dieser Zyklon treffe ihre Region stärker als die Corona-Pandemie. Sie gehe davon aus, dass es mehrere Tage dauern würde, um das Ausmaß der Schäden einschätzen zu können.

    CSU will ein Konjunkturprogramm gegen Coronakrise

    Die CSU soll freitags erstmals in ihrer Geschichte einen digitalen Parteitag durchführen wollen. Hauptredner soll Markus Söder sein, als Gast dazu geschalten werde Österreichs Kanzler Sebastian Kurz.

    Dabei soll es darum gehen, wie man die Wirtschaft mit einem Konjunkturprogramm schützen kann. Bisher dafür vorgesehen sind eine Senkung der Unternehmenssteuer und eine Kaufprämie für umweltfreundliche Autos. Außerdem will die CSU die Verdienstgrenze für Minijobs auf 600 Euro pro Monat erhöhen und dauerhaft an die Lohnentwicklung koppeln.

    lm/dpa/ae

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    Tags:
    Donald Trump, USA, Bangladesch, Indien, Zyklon, China, Covid-19, Coronavirus, Jens Spahn