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    Die Behörden der niederländischen Provinz Gelderland im Osten des Landes unweit der deutschen Grenze haben am Freitag angeordnet, 600 Mitarbeiter der Schlachthof-Gruppe Vion für zwei Wochen unter Quarantäne zu stellen. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens hervor.

    Der Grund dafür sind 45 Mitarbeiter des Schlachthofs in Groenloo, die positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden. Am Freitag sollten weitere 250 Mitarbeiter untersucht werden. Diese Maßnahme verfolge das Ziel, eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

    Zuvor waren bereits in anderen Niederlassungen der Vion-Gruppe auch in Deutschland Dutzende von Mitarbeitern infiziert worden.

    © AP Photo / Thomas Kienzle

    Wie Unternehmenschef Ronald Lotgerink erklärte, habe das Unternehmen alle Sicherheitsvorschriften eingehalten. „Dies ist für uns eine neue Situation durch die Verbreitung des Corona-Virus in der Grenzregion“, so Lotgerink. 

    Das Unternehmen besitzt nach eigenen Angaben Schlachthöfe in Deutschland und den Niederlanden mit insgesamt 12.000 Beschäftigten. Sein Umsatz werde auf etwa 5,1 Milliarden Euro geschätzt.

    Corona-Ausbrüche in deutschen Schlachthöfen

    In mehreren Schlachtbetrieben Deutschlands hat es in den vergangenen Wochen Corona-Ausbrüche gegeben. Im April war dies bereits in einem Fleischwarenwerk in Birkenfeld in Baden-Württemberg der Fall. In den vergangenen Tagen waren Belegschaften in Coesfeld und Oer-Erkenschwick (Nordrhein-Westfalen) sowie Bad Bramstedt in Schleswig-Holstein betroffen.

    ns/ae/dpa/sna

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    Tags:
    Tests, Ausbreitung, Pandemie, Coronavirus, Quarantäne, Schlachthöfe, Deutschland, Niederlande