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    Nach Plänen von Kiewer Behörden soll die Errichtung der Verteidigungsanlagen an der Grenze zu Russland um weitere vier Jahre verschoben werden. Dies berichtet die ukrainische Nichtregierungsorganisation StateWatch unter Verweis auf die Grenzschutzbehörde der Ukraine.

    Demnach ist die Verzögerung auf die reduzierte Finanzierung und Verteuerung der Baustoffe, -arbeiten und Dienstleistungen zurückzuführen.

    Ursprünglich war das Ende der Bauarbeiten für das Jahr 2018 geplant. Später wurde es auf das Jahr 2021 verschoben. Nun soll die „Mauer“ erst im Jahr 2025 fertiggestellt werden.

    Der Errichtung von mächtigen Befestigungsbauten an der etwa 2000 Kilometer langen Landgrenze zu Russland war 2014 von dem damaligen ukrainischen Premierminister Arseni Jazenjuk vorgeschlagen worden. Das Projekt bekam den Namen „Mauer“ und wurde später auf Jazenjuks Initiative in „Europäischer Wall“ umbenannt. Im Mai 2015 wurden mehr als vier Milliarden Griwna (damals umgerechnet 160 Millionen Euro – Anm. d. Red.) für das Projekt bereitgestellt, später wurde die Finanzierung jedoch um mehr als die Hälfte gekürzt.

    Im Jahr 2016 leitete das ukrainische Nationale Büro für Korruptionsbekämpfung ein Strafverfahren wegen Veruntreuung von öffentlichen Geldmitteln ein, die für die „Mauer“ bereitgestellt worden waren. Sieben Personen,  darunter Grenzschutzbeamte und Vertreter von Auftragnehmern, wurden festgenommen.

    asch/gs/sna

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    Tags:
    Verschiebung, Errichtung, Mauer, Russland, Ukraine