14:24 12 Juli 2020
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    Lauterbach fordert Signal gegen Lockerungen in Thüringen; US-Regierung verbietet wegen Coronavirus Einreisen aus Brasilien; Altmaier plant weitere Milliardenhilfen für Mittelstand; Grüne halten weitere Lockerungen in NRW für verfrüht; Japan erwägt Belohnung für medizinisches Personal; Autofahrer wird gleich zweimal erwischt

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Montag geschehen ist.

    Lauterbach fordert Signal gegen Lockerungen in Thüringen

    SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat die Bundesregierung aufgefordert, ein Signal gegen die angekündigten Corona-Lockerungen in Thüringen zu setzen. Mit der Entscheidung in Thüringen drohe ein bundesweiter Wettlauf der Länder, der aus medizinischer Sicht katastrophal wäre, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hatte angekündigt, vom 6. Juni an auf allgemeine, landesweit gültige Corona-Schutzvorschriften zu verzichten. Stattdessen soll es dann regionale Maßnahmen abhängig vom Infektionsgeschehen vor Ort geben.

    US-Regierung verbietet wegen Coronavirus Einreisen aus Brasilien

    Angesichts der rasant steigenden Zahl von Corona-Infektionen in Brasilien hat die US-Regierung weitgehende Einreisebeschränkungen für Menschen aus dem südamerikanischen Land erlassen. Brasilianer und Ausländer, die sich in den zwei Wochen vor einer geplanten Einreise in dem Land aufgehalten haben, dürfen nicht mehr in die USA kommen. Die Regelung gilt ab Freitag und ist zeitlich nicht begrenzt. Ausgenommen davon sind unter anderem US-Bürger, deren Familienangehörige, Menschen mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung und Diplomaten. In Brasilien wurden inzwischen die zweitmeisten Infektionen registriert, mehr gibt es nur in den USA.

    Altmaier plant weitere Milliardenhilfen für Mittelstand

    Wirtschaftsminister Peter Altmaier will mittelständische Betriebe wegen der Corona-Pandemie noch stärker unterstützen. Firmen mit bis zu 249 Mitarbeitern sollen von Juni bis Dezember monatlich bis zu 50.000 Euro bekommen können. Das berichtete die „Neue Osnabrücker Zeitung“ aus einem Eckpunktepapier, das nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus dem Wirtschaftsministerium stammt. Ziel der Überbrückungshilfe ist, die Existenz kleiner und mittlerer Betriebe zu sichern, die von Corona-bedingten Auflagen und Schließungen betroffen sind.

    Grüne halten weitere Lockerungen in NRW für verfrüht

    Die Grünen-Opposition im Düsseldorfer Landtag hält weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen in NRW für verfrüht. In NRW zeigen immer noch Hotspots wie die in den Flüchtlingsunterkünften, dass die derzeitige Situation weiterhin sehr fragil sei, sagte Grünen-Fraktionschefin Monika Düker der Düsseldorfer Rheinischen Post. Die Voraussetzungen für weitergehende Lockerungen seien noch nicht geschaffen. Dafür müssten jetzt vor allem die vorhandenen Testkapazitäten für gefährdete Bereiche wie Sammelunterkünfte und Altenheime genutzt werden, sagte Düker. Die Diskussion um weitere Lockerungen birgt aus Sicht der Grünen-Politikerin ein großes Risiko. Wenn der Vorstoß in Thüringen den Wettbewerb der Ministerpräsidenten um die schnellsten Lockerungen anheizen würde, wäre das fatal und unverantwortlich.

    Japan erwägt Belohnung für medizinisches Personal

    Als Dank für seinen unermüdlichen Kampf gegen das Coronavirus erwägt die japanische Regierung eine Belohnung für das medizinische Personal des Landes. Wie die japanische Tageszeitung „Tokyo Shimbun“ heute berichtete, prüfe das Gesundheitsministerium eine Belohnung für Ärzte, Krankenschwestern und andere Mitarbeiter in medizinischen Einrichtungen von bis zu 200.000 Yen, etwa 1700 Euro pro Person. Damit solle zugleich sichergestellt werden, dass die Krankenhäuser des Landes mit Blick auf eine mögliche zweite Infektionswelle auch weiterhin gewappnet bleiben, hieß es.

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz (Archivbild)
    © REUTERS / Pool / John Macdougall

    Autofahrer wird gleich zweimal erwischt

    Gleich zweimal ist ein unter Alkoholeinfluss stehender Autofahrer im hessischen Fulda von Beamten gestoppt worden. Der 34-Jährige fiel am Sonntagabend auf der Autobahn 66 zunächst einer Polizeistreife auf, wie die Polizei heute mitteilte. Er sei unsicher gefahren. Der Mann musste sein Auto stehen lassen und auf der Polizeistation den Führerschein abgeben. Seine Lebensgefährtin holte ihn dann ab. Doch statt den Heimweg anzutreten, wollte der 34-Jährige noch sein abgestelltes Auto mit nach Hause nehmen und wurde dann auf der Autobahn 7 erneut am Steuer erwischt. Der Mann müsse sich bald vor Gericht wegen des Fahrens unter Alkoholeinfluss verantworten.

    mk/dpa/ae

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    Tags:
    Lockerung, Peter Altmaier, Japan, Deutschland