19:35 28 Oktober 2020
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    Zum wiederholten Mal haben Unbekannte das Sowjetische Ehrenmal in Berlin-Pankow geschändet, und zwar mit roten Hakenkreuzen sowie den Wörtern „Mörder“ und „Schweine“ beschmiert.

    Laut der Berliner Morgenpost ereignete sich dieser Vorfall in der Nacht zum 23. Mai. Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) sollen den Vorfall am Montag öffentlich gemacht haben.

    ​Die VVN vermutet, dass die Schändung mit einer Veranstaltung vom 23. Mai zusammenhängen könnte. „Für diesen Tag war eine antifaschistische Demonstration in Buch für den von Neonazis ermordeten Sozialhilfeempfänger Dieter Eich angekündigt, an der sich über hundert Menschen beteiligten“, erklärt eine Sprecherin in einem Rundschreiben. Eich war in der Nacht vom 23. auf den 24. Mai 2000 in Buch getötet worden.

    Auch ein Zusammenhang mit dem 75. Jahrestag der Befreiung am 8. Mai wird nicht ausgeschlossen. In dem Schreiben wird unter anderem die Aufklärung „dieser seit Jahren andauernden Kampagne gegen das Gedenken an die Befreiung vom deutschen Faschismus“ gefordert.  

    Wiederholte Schändung

    Das Sowjetische Ehrenmal in Berlin-Buch erinnert an die Soldaten der Roten Armee, die im April 1945 in der Schlacht um Berlin gefallen sind. In den vergangenen Jahren wurde es immer wieder zum Ziel von Angriffen, insbesondere im Zeitraum des Gedenktags zur Befreiung Deutschlands vom Naziregime.

    Zuletzt wurde der Obelisk zum 8. Mai 2019 mit schwarzer Farbe begossen. Als mögliche Anstifter zu den Taten sieht die VVN  Rechtsextreme aus Pankow, die der NPD nahestehen könnten. Die Entfernung der Hakenkreuze und des Schriftzugs wurde nach der Entdeckung sofort veranlasst.

    mka/gs

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    Tags:
    Schändung, Sowjetarmee, Ehrenmal