06:32 24 Oktober 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    7550
    Abonnieren

    US-Regierung erlässt Verbot für Einreisen aus Brasilien früher; Bayern droht Ramelow mit Gegenmaßnahmen; Bundesregierung will Reisewarnung teilweise aufheben; Massenentlassungen in Veranstaltungsbranche; Geiselnahme in Psychiatrie; Tierschutzbund für Zusatzabgabe auf Fleisch

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Dienstag geschehen ist.

    US-Regierung erlässt Verbot für Einreisen aus Brasilien früher

    Die US-Regierung zieht die wegen der Corona-Pandemie getroffenen Einreisebeschränkungen für aus Brasilien kommende Menschen um zwei Tage vor. Die neue Regelung gelte nun ab Mittwoch, teilte das Weiße Haus mit. Zuvor hatte es geheißen, die Vorschrift solle ab Freitag gelten. Begründet wurde die Änderung nicht. Demnach dürfen Brasilianer und Ausländer, die sich in den zwei Wochen vor einer geplanten Einreise in dem Land aufgehalten haben, nicht mehr in die USA kommen. Ausgenommen davon sind unter anderem US-Bürger, deren Familienangehörige, Menschen mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung und Diplomaten. Die Regelung ist zeitlich nicht begrenzt. Brasilien ist mit rund 210 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas. Dort ist unter anderem die Wirtschaftsmetropole São Paulo, aus der es Direktflüge in die USA gibt, schwer von der Coronavirus-Pandemie betroffen.

    Bayern droht Ramelow mit Gegenmaßnahmen

    Bayerns Innenminister Joachim Herrmann droht Thüringen mit Gegenmaßnahmen zu den in Aussicht gestellten Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen. Die Vorschläge von Ministerpräsident Ramelow seien unverantwortlich, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Man werde die weitere Entwicklung in Thüringen sehr genau im Blick haben, um in Bayern im Zweifel gegenzusteuern. Man werde sicher nicht tatenlos zusehen, wie Ramelow große Erfolge im Kampf gegen das hochgefährliche Corona-Virus sorglos zunichtemache, sagte Herrmann weiter. Details nannte er zunächst nicht.

    Bundesregierung will Reisewarnung teilweise aufheben

    Die Bundesregierung will die weltweite Reisewarnung für Touristen ab dem 15. Juni für 31 europäische Staaten aufheben, wenn die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie es zulässt. Neben den 26 Partnerländern Deutschlands in der Europäischen Union gehören dazu das aus der EU ausgetretene Großbritannien und die vier Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraums, die nicht Mitglied in der EU sind: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Das geht aus dem Entwurf für ein Eckpunktepapier mit dem Titel „Kriterien zur Ermöglichung des innereuropäischen Tourismus“ hervor, der möglicherweise bereits heute im Kabinett beschlossen werden soll und der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

    Massenentlassungen in Veranstaltungsbranche

    Angesichts des monatelangen Verbots für Messen und Großveranstaltungen rechnet die Branche mit einer großen Entlassungswelle. Noch bevor Messen wieder durchgeführt werden könnten, werden weite Teile der Veranstaltungsbranche insolvent sein, befürchtet der Geschäftsführer des Fachverbands Messe- und Ausstellungsbau, Jan Kalbfleisch. Nach rund vier Monaten ausgefallener Messen und Veranstaltungen drohe im Juni eine große Kündigungswelle, weil vielen Betrieben die Liquidität ausgehe. Eine ganze Reihe von Unternehmen werde in großem Stil Personal abbauen. Nach Schätzungen des Verbandes könnten 250.000 Menschen betroffen sein.

    Geiselnahme in Psychiatrie

    Nach einer Geiselnahme sind zwei Patienten einer psychiatrischen Klinik in Nordrhein-Westfalen weiter auf der Flucht. Mindestens einer der beiden Flüchtigen dürfte sich im Besitz eines Messers befinden, teilte die Polizei mit. Die Männer wurden demnach wegen Raubdelikten verurteilt und saßen seit Oktober sowie Dezember 2019 im Maßregelvollzug. Die Umstände der Flucht deuten einem Sprecher zufolge darauf hin, dass das Duo gewaltbereit ist. Die Flüchtigen hatten am Montagabend einen Pfleger in Bedburg-Hau in ihre Gewalt gebracht und einen zweiten Pfleger eingeschlossen. Dabei seien die 38 und 43 Jahren alten Männer mit Küchenmessern bewaffnet gewesen. Sie zwangen ihre Geisel, die Zugangstür zum geschlossenen Bereich der Klinik durch den Pförtner öffnen zu lassen. Anschließend flohen sie mit dem Fahrzeug des Pflegers. Beide Klinikmitarbeiter blieben unverletzt. Nähere Informationen waren zunächst nicht bekannt.

    Tierschutzbund für Zusatzabgabe auf Fleisch

    Der Deutsche Tierschutzbund spricht sich für eine Zusatzabgabe auf Fleisch aus. Verbandspräsident Thomas Schröder sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, mit dem Preisaufschlag könne der notwendige Umbau der Tierhaltung finanziert werden. Der Aufschlag müsse zweckgebunden sein und 10 bis 20 Cent pro Kilogramm betragen, um Stallumbauten finanzieren zu können. Das seien ein oder zwei Cent pro 100 Gramm Schnitzel. Schröder betonte, die Haltungsbedingungen von Schweinen, Rindern oder Geflügel müssten aus ethischen Gründen verbessert werden.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Lieber Leib und Leben von Deutschen bedrohen? Polizeigewerkschafter Wendt redet Klartext zu Dresden
    Wie die Ukraine zum Brückenkopf der Nato wird
    Legendärer DDR-Zug kehrt auf Schiene zurück