18:34 19 September 2020
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    In Costa Rica ist nach dem Inkrafttreten der Entscheidung des Verfassungsgerichts über die Legalisierung von gleichgeschlechtlichen Ehen die erste solche Ehe in ganz Mittelamerika geschlossen worden.

    Die Hochzeit zwischen zwei Frauen wurde live im staatlichen Fernsehen übertragen. Die Zeremonie begann kurz nach Mitternacht (Ortszeit) in der Nacht zum Dienstag - ab diesem Moment war die zivile Ehe für alle in Costa Rica möglich.

    Laut dem Staatspräsidenten Carlos Alvarado sei dies ein bedeutender sozialer und kultureller Wandel. In seiner offiziellen Ansprache an die Nation wies der Staatschef darauf hin, dass das Land nach einem jahrzehntelangen Kampf nun die Rechte anerkenne, die die LGBTIQ-Gemeinde schon immer verdient habe.

    „Mögen die Empathie und die Liebe der Kompass sein, der uns erlaubt, voranzukommen und ein Land aufzubauen, in dem für all uns Menschen Platz ist“, schrieb Alvarado auf seinem Twitter-Account.

    ​Das Verfassungsgericht von Costa Rica hatte die gleichgeschlechtliche Ehe im November 2018 für gesetzmäßig erklärt und eine Frist von 18 Monaten bis zum Inkrafttreten gesetzt. In der Nacht zum Dienstag, dem 26. Mai, trat die Entscheidung des Verfassungsgerichts in Kraft. Somit wurde Costa Rica das erste Land in Mittelamerika, das die gleichgeschlechtliche Ehe gesetzlich anerkannte.

    ac/mt/dpa

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    Tags:
    Entscheidung, Verfassungsgericht, TV, Live-Sendung, Hochzeit, Legalisierung, Homo-Ehe, Costa Rica