02:23 02 Dezember 2020
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    Das Nord Stream 2-Projekt hat keine negative Auswirkung auf die allgemeinen Umwelteigenschaften des Kurgalsky-Reservats, stellte zum Abschluss ihrer Arbeit die Beratungsmission der Ramsar-Konferenz fest, die dieses Reservat in der Region Leningrad besuchte.

    Das Naturschutzgebiet Kurgalsky, ein Augewässer von internationaler Bedeutung, ist eines von drei Naturschutzgebieten im russischen Baltikum. Die Nord Stream 2-Gaspipeline läuft durch  das Kurgalsky-Reservat, was Maßnahmen zum Schutz seiner einzigartigen Umwelteigenschaften und zur Erhaltung der biologischen Vielfalt erfordert.

    Während des Besuchs der Ramsar-Beratungsmission wurden Treffen mit Vertretern der regionalen und lokalen Behörden, Umwelt-Nichtregierungsorganisationen, mit Vertretern von Nord Stream 2 und anderen interessierten Parteien organisiert.

    „Wir freuen uns, dass die Ramsar-Beratungsmission die bedeutenden Anstrengungen, die wir unternehmen, um die Einzigartigkeit des Naturschutzgebiets Kurgalsky zu schützen, anerkannt hat. In jeder Phase der Planung, Projektierung und des Bauens wurden alle Anstrengungen unternommen, um die Auswirkungen zu verringern sowie die Umweltverträglichkeit des Schutzgebiets zu schützen und sogar zu verbessern “, sagte Simon Bonnell, Leiter der Genehmigung bei Nord Stream 2 AG.

    Um die Auswirkungen von Arbeiten auf ein besonders geschütztes Naturgebiet zu minimieren, hat Nord Stream 2 eine innovative Methode für den Bau einer Pipeline in offenen Gräben entwickelt. Die Methode ermöglichte es, den Grundwasserspiegel aufrechtzuerhalten und die Breite des Baukorridors zu halbieren - auf mindestens 30 m im empfindlichsten Gebiet (Streifen von Küstenwäldern). Die technische Lösung trug dazu bei, die Auswirkungen der Planungsarbeiten auf ein Minimum zu reduzieren: Die Gesamtfläche des Baukorridors auf dem Grundstück betrug etwa 0,175 Quadratkilometer oder etwa 0,1 Prozent des Bodenteils des Reservats.

    Schon am Anfang des Projekts definierte Dirk von Ameln, Chefberater des CEO der Nord-Stream 2 AG, was die vom Unternehmen entwickelte Strategie bedeutet. 

    „Das bedeutet für uns, dass wir bestrebt sind, am Ende etwas Positives zu hinterlassen. Wir wollen nicht nur neutral bleiben, sondern wir wollen einen positiven Fußabdruck hinterlassen. Das betrifft sowohl die Umwelt als auch das soziale Umfeld“, sagte Dirk von Ameln im Sputnik-Interview. 

    Die Ramsar-Beratungsmission empfahl Nord Stream 2, die Umsetzung des Plans zur Erhaltung der biologischen Vielfalt fortzusetzen, „als Ausgleich für die Auswirkungen des Menschen auf das Gebiet“. Der Plan basiert auf einer Reihe umfassender Umweltstudien, die von russischen und internationalen Experten über einen Zeitraum von drei Jahren durchgeführt wurden und die gesamte Halbinsel Kurgalsky umfassten. Die Experten entwickelten auch Maßnahmen in Bezug auf die neuen Touristenströme, um den anthropogenen Druck zu verringern und seine potenziell negativen Folgen zu minimieren.

    Sergej Iwanow, Leiter des Labors zur Erforschung der sozioökonomischen und politischen Prozesse der modernen Gesellschaft an der St. Petersburger Universität, erläuterte im Gespräch mit Sputnik, warum dies so wichtig ist. 

    „Ökologen haben seit langem darauf aufmerksam gemacht, dass menschliche Aktivitäten die lokale Fauna beeinträchtigen. Dieses Gebiet wird unvermeidlich zunehmenden anthropogenen Einflüssen ausgesetzt sein. Wenn wir keine Schutzmaßnahmen ergreifen, wird die einzigartige natürliche Umwelt in zehn Jahren richtig gefährdet sein“, so der Wissenschaftler. 

    Der Bericht wurde auf der Grundlage der Ergebnisse des Besuchs der Ramsar-Beratungsmission im Naturschutzgebiet Kurgalsky erstellt, der im November 2019 auf Einladung des russischen Ministeriums für Naturressourcen stattfand. Das Übereinkommen wurde am 2. Februar 1971 in Ramsar (Iran) verabschiedet und ist der erste globale internationale Vertrag, der sich ausschließlich einer Art von Ökosystem widmet. 170 Staaten sind Vertragsparteien dieser Konvention, in Russland trat die Ramsar-Konvention 1977 in Kraft.

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    Tags:
    Ostsee, Nord Stream 2, Naturschutzgebiet, Naturschutz