14:57 09 Juli 2020
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    Kontaktbeschränkungen bis Jahresmitte; Initiative verlangt mehr Steuertransparenz bei Lufthansa-Rettung; Polizei sichert Hongkongs Parlament für Sitzung; Weil will rasch neue Autokaufprämie; Flucht aus Psychiatrie – ein Straftäter erschossen; Auto rast in Hamburg auf Restaurant-Terrasse

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Mittwoch geschehen ist.

    Kontaktbeschränkungen bis Jahresmitte

    Wegen der Coronavirus-Pandemie müssen sich alle Menschen in Deutschland bei Treffen im Freien mindestens bis zur Jahresmitte weiter stark zurückhalten. Die Kontaktbeschränkungen werden bis zum 29. Juni verlängert, wie Bund und Länder am Dienstagabend vereinbart haben. Schon ab dem 6. Juni können allerdings die Länder weitere Lockerungen gestatten – etwa, dass sich künftig maximal zehn Menschen oder Angehörige zweier Haushalte in der Öffentlichkeit treffen dürfen. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sprach am Abend aus, was sich seit Tagen schon abzeichnete: „Angela Merkel ist abgelöst, Corona ist jetzt Ländersache. Die Verantwortung liegt jetzt bei den Ministerpräsidenten und Landkreisen“, sagte Kretschmann.

    Initiative verlangt mehr Steuertransparenz bei Lufthansa-Rettung

    Beim angepeilten Rettungspaket für die Lufthansa mahnt die „Bürgerbewegung Finanzwende“ mehr Steuertransparenz an. Man habe klare Hinweise, dass die Lufthansa Steueroasen nutzen und Gewinnverschiebungen betreiben könnte, begründete die Initiative ihren Vorstoß von heute. Die Bundesregierung habe zwar bei dem Rettungspaket zur Bedingung gemacht, dass kein Staatsgeld in Steueroasen fließe. Dies reiche aber nicht aus, weil die zugrunde gelegte EU-Liste der nicht-kooperativen Staaten nur einen kleinen Teil der weltweiten Schattenfinanzzentren abdecke. Lufthansa sei unter anderem in den nicht erfassten Ländern Malta, Irland und der Schweiz aktiv, heißt es in einer aktuellen Studie der Bürgerbewegung, die heute vor dem Bundeskanzleramt demonstrieren will. Demnach unterhalte der Konzern 92 Tochtergesellschaften in Schattenfinanzzentren. Auf Malta sei ein Leasing-Tochterunternehmen mit nur zwei Beschäftigten registriert, das knapp 200 Millionen Euro Gewinn ausweise.

    Polizei sichert Hongkongs Parlament für Sitzung

    Vor dem Hintergrund einer Parlamentssitzung über ein umstrittenes Gesetz gegen den Missbrauch der chinesischen Nationalhymne hat Hongkongs Polizei sich heute auf neue Proteste vorbereitet. Mit einem Großaufgebot sicherten Einsatzkräfte die Straßen rund um den Hongkonger Legislativrat ab, wo die zweite Lesung für das Gesetz geplant war. 15 Demonstranten, von denen drei Brandsätze bei sich getragen haben sollen, wurden von der Polizei festgenommen, wie die Hongkonger Zeitung „South China Morning Post“ berichtete. Vereinzelt störten Demonstranten auch den Berufsverkehr. Große Proteste, zu denen am Vorabend in sozialen Netzwerken aufgerufen wurde, blieben am Morgen aber zunächst aus.

    Weil will rasch neue Autokaufprämie

    Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil fordert eine rasche Entscheidung für eine staatliche Autokaufprämie als Konjunkturstütze in der Corona-Krise. Der SPD-Politiker begründete dies mit der schwierigen Lage der Zulieferer. Für viele kleine und mittlere Firmen ticke die Uhr, sagte Weil dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Wenn nicht schnell die Nachfrage anspringt, werden viele bald die Bücher zuklappen und sagen: Sorry, aber das war es.“ Diese Firmen hätten weniger Reserven als große Konzerne und seien vielfach schon geschwächt in die Krise hineingegangen.

    Flucht aus Psychiatrie – ein Straftäter erschossen

    Bei der Festnahme der beiden geflohenen Straftäter aus der forensischen Psychiatrie in Bedburg-Hau ist einer der Männer durch eine Kugel mutmaßlich aus einer Polizeiwaffe tödlich getroffen worden. Einer der beiden Täter erlag trotz notärztlicher Maßnahmen seinen Verletzungen, sagte der Aachener Polizeisprecher Müller. Polizisten hätten zuvor am Abend die beiden Männer verfolgt, die daraufhin auf einem Schulgelände eine unbeteiligte Frau bedrohten. Die als gewaltbereit geltenden Männer hatten laut Polizei am Montagabend in der Psychiatrie einen Pfleger mit einem Messer bedroht und ihn gezwungen, die Außentür unter einem Vorwand öffnen zu lassen. Dann sollen sie im Auto des Pflegers geflüchtet sein.

    Auto rast in Hamburg auf Restaurant-Terrasse

    Ein 70-jähriger Mann ist in Hamburg mit seinem Auto auf die Terrasse eines Restaurants gerast und hat zwei Menschen schwer verletzt. Wie die Polizei mitteilte, wurden die zwei Restaurantgäste von dem Wagen mitgerissen und zwischen dem Auto und einer Hauswand eingequetscht. Auch der Fahrer verletzte sich am Dienstagabend schwer. Die Polizei geht von einem Unfall aus. Der Mann wollte seinen Wagen auf einem Parkplatz vor dem Außenbereich des Restaurants im Stadtteil Schnelsen parken, wie es weiter hieß. Statt anzuhalten, beschleunigte der 70-Jährige aus bisher ungeklärter Ursache stark und raste über ein Steinbeet direkt auf die Terrasse. Die zwei Gäste konnten dem Wagen nicht ausweichen und wurden mitgerissen. Das Auto prallte mit hoher Geschwindigkeit gegen die Hauswand. Weitere Einzelheiten waren zunächst unklar.

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