02:26 14 Juli 2020
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    Neue Proteste nach Tod eines Schwarzen; Trump geht gegen soziale Medien vor; Soloselbstständige rechnen mit Aus; Gruppe greift Polizisten an; Bahnhöfe sollen stärker desinfiziert werden; VW investiert Milliarden in China

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Freitag geschehen ist.

    Neue Proteste nach Tod eines Schwarzen

    In der US-Großstadt Minneapolis ist es nach dem Tod des Schwarzen George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz erneut zu Ausschreitungen gekommen. Demonstranten drangen in der Nacht  in eine Polizeistation ein, berichteten örtliche Medien. Auf Fernsehbildern waren auch Feuer zu sehen. Die Polizeistation sei evakuiert worden, berichtete der Sender CBS Minnesota unter Berufung auf eine Polizeimitteilung. Demonstranten seien gewaltsam in das Gebäude eingedrungen und hätten mehrere Brände entzündet, zitierte der Sender weiter aus der Mitteilung. Auch in Denver kam es Medienberichten zufolge zu Protesten. Örtliche Medien berichteten dort über Schüsse. Laut Polizei wurden zunächst keine Verletzten gemeldet. Auslöser für die Wut und Empörung der Demonstranten war ein rund zehn Minuten langes Video von Floyds Tod, das sich wie ein Lauffeuer in den sozialen Medien verbreitete. Ein weißer Polizist drückte sein Knie mehrere Minuten lang an den Hals des 46-Jährigen, der wiederholt um Hilfe flehte, bevor er das Bewusstsein verlor. Wiederholt sagte der Afroamerikaner, er könne nicht atmen. Er starb kurz danach in einem nahen Krankenhaus. Die insgesamt vier involvierten Polizisten wurden entlassen, aber bislang weder festgenommen noch angeklagt.

    Trump geht gegen soziale Medien vor

    Donald Trump sagt Twitter und Co. den Kampf an. Der US-Präsident unterzeichnete in der Nacht eine Verfügung, mit der er soziale Netzwerke stärker reglementieren will. Er wirft ihnen vor, unliebsame Ansichten zu zensieren und so die Meinungsfreiheit und Demokratie zu gefährden, nachdem Twitter erstmals einen Tweet des Präsidenten einem Faktencheck unterzogen hatte. Wie genau Trump Plattformen im Netz in die Schranken weisen will, ist bislang unklar. US-Justizminister William Barr ist beauftragt, eine genauere Gesetzgebung dazu auszuarbeiten. Trump sagte bereits, er rechne mit Klagen gegen seinen Vorstoß.

    Soloselbstständige rechnen mit Aus

    Die Corona-Krise trifft Soloselbstständige einer Studie zufolge besonders hart. Jeder vierte Selbstständige ohne Mitarbeiter hält es für sehr wahrscheinlich, in den nächsten zwölf Monaten aufgeben zu müssen. Das geht aus der Analyse hervor, die das ZEW (Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung) veröffentlichte. Bei knapp 60 Prozent der gut 16.000 Befragten ist der monatliche Umsatz um mehr als 75 Prozent eingebrochen. Jeder Zweite konnte seine Tätigkeit zum Zeitpunkt der Umfrage nicht mehr ausüben. Mehr als die Hälfte der Selbstständigen, die ohne sozialversicherungspflichtige oder geringfügig Beschäftigte arbeiten, hat der Umfrage zufolge Soforthilfe von Bund oder Land beantragt, die auf drei Monate angelegt ist. Allerdings erwarten 35 Prozent, dass die Phase der deutlich niedrigeren Umsätze länger als sechs Monate anhalten wird.

    Gruppe greift Polizisten an

    Etwa 50 Männer haben am frühen Freitagmorgen im hessischen Dietzenbach einen Brand gelegt und anschließend die Rettungskräfte angegriffen. Wie die Polizei mitteilte, wurden auf einem Parkdeck Mülltonnen und ein Bagger angezündet. Polizisten und Feuerwehrleute wurden bei ihrem Eintreffen von der gewaltbereiten Gruppe mit Steinen beworfen. Er gehe davon aus, dass die Feuer nur gelegt wurden, um die Einsatzkräfte anzulocken, sagte ein Sprecher. Polizeiangaben zufolge wartete die Gruppe auf das Eintreffen der Beamten bereits mit Steinhaufen. Die Auseinandersetzung dauerte etwa zwei Stunden. Drei Täter wurden festgenommen. Verletzt wurde nach bisherigem Kenntnisstand niemand. Der Sachschaden beläuft sich laut Polizei auf mindestens 150.000 Euro. Weitere Details und Hintergründe waren zunächst unklar.

    Bahnhöfe sollen stärker desinfiziert werden

    Mit mehr Desinfektionsmittelspendern für Hände, häufigeren Reinigungen und virusabtötendem Licht will die Deutsche Bahn sich an den Bahnhöfen auf den wachsenden Reiseverkehr in der Corona-Krise einstellen. Man fokussiere alle Anstrengungen gerade auf Sauberkeit und Hygiene an den Bahnhöfen, teilte Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla der Deutschen Presse-Agentur mit. An 600 Stationen seien inzwischen Hand-Desinfektionsspender aufgestellt worden. Mit sogenannten Wegeleitsystemen sollen nach und nach an allen Bahnhöfen Fahrgastströme stärker gelenkt und entzerrt werden, um Abstandsregeln besser einhalten zu können.

    VW investiert Milliarden in China

    Mit geplanten Beteiligungen im Wert von mehr als zwei Milliarden Euro will Volkswagen sein Engagement bei Elektroautos in China weiter ausbauen. Wie der Wolfsburger Konzern heute mitteilte, wurde eine Absichtserklärung unterzeichnet, wonach der Anteil am chinesischen E-Auto Joint Venture JAC Volkswagen über eine Kapitalerhöhung von 50 Prozent auf 75 erhöht werden soll. Um dies zu ermöglichen, werde Volkswagen die Hälfte des chinesischen JAG-Konzerns übernehmen, die Muttergesellschaft von JAC. Rund eine Milliarde Euro würden in diesem Zusammenhang investiert. Zudem kündigte Volkswagen an, für 1,1 Milliarden Euro 26 Prozent der Anteile an der chinesischen Batteriefirma Gotion High-Tech übernehmen zu wollen und damit zum größten Einzelaktionär aufzusteigen. Das Geschäft soll laut Plan bis Ende des Jahres abgeschlossen werden

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