02:26 22 Oktober 2020
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    Neben den Ausschreitungen in vielen US-Städten, vor allem in Minnesota, nach dem Tod von George Floyd gibt es Medienberichten zufolge in Louisville im Bundesstaat Kentucky erneute Protestaktionen. Deren Teilnehmer fordern eine faire Ermittlung zum Tod der Afroamerikanerin Breonna Taylor, die im März von Polizisten erschossen worden war.

    Die Medien berichten unter Berufung auf Polizeiangaben, dass es während einer Protestaktion in Louisville zu einer Schießerei gekommen sei, bei der möglicherweise sieben Menschen verletzt wurden. Eine Person sei in kritischem Zustand. Es habe mehrere Festnahmen gegeben.

    Die Protestteilnehmer riefen unter anderem „Keine Gerechtigkeit, kein Frieden“ („No Justice, No Peace“).

    Auslöser für die Proteste am Donnerstagabend (Ortszeit) sei der Mord an der Afroamerikanerin Breonna Taylor, die im März in ihrer Wohnung von Polizisten erschossen worden war.

    Hintergrund

    Zuvor hatten internationale Medien berichtet, dass am 13. März drei weiße Polizisten sich den Zugang zur Wohnung der schwarzen, 26 Jahre alten Rettungssanitäterin Breonna Taylor in Louisville verschafft hätten. Die Beamten hatten einen männlichen Verdächtigen gesucht.

    Die Frau und ihr Freund Kenneth Walker schliefen laut Angaben des Anwalts, als die Polizei in ihre Wohnung eindrang. Der Anwalt von Walker erklärte, dass die Polizeibeamten sich beim Betreten nicht angekündigt hätten. Walker, der einen Waffenschein besitzt, habe sie für Einbrecher gehalten und aus Selbstverteidigung auf sie geschossen. Die Polizei wiederum erklärte, dass sie das Feuer eröffnet habe, weil ein Beamter in der Wohnung angeschossen und verwundet worden sei.

    Tod von George Floyd 

    Der dunkelhäutige US-Amerikaner George Floyd war nach einer Festnahme am Montag gestorben. In den sozialen Netzwerken verbreitete sich ein zehn Minuten langes Video, in dem angeblich der Einsatz zu sehen ist.

    Die Aufnahmen zeigen einen weißen Polizisten, der sein Knie ins Genick eines am Boden liegenden dunkelhäutigen Festgenommenen presst. Anfangs spricht er noch und sagt wiederholt: „Ich kann nicht atmen.“

    Nach einigen Minuten verlor er anscheinend das Bewusstsein. Sanitäter luden den Mann etwa acht Minuten nach Beginn des Videos in einen Krankenwagen.

    ak/sb

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    Tags:
    Protestaktion, Polizei, Frau, Afroamerikaner, Tod, US-Bundesstaat Kentucky, USA