02:15 02 Dezember 2020
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    Archäologen haben herausgefunden: Israeliten verwendeten anscheinend vor mehr als zweitausend Jahren in ihren religiösen Praktiken Cannabis. Darüber berichtet die israelische Zeitung „Haaretz“.

    Die Forscher kamen demnach zu dem Schluss, nachdem sie Ablagerungen eines der Altäre im Tel Rad Tempel in der Wüste Negev analysiert hatten. Sie stellten fest, dass das Suchtmittel „wahrscheinlich verbrannt wurde, um die Anbeter einem Einfluss psychoaktiver Komponenten der Drogen auszusetzen“.

    Den Archäologen zufolge gäbe es keine Beweise, dass in Levante in alten Zeiten Cannabis oder Weihrauch erzeugt wurden. Diese Stoffe wurden möglicherweise aus der Ferne zu einem hohen Preis importiert. 

    „Falls sie den Tempel einfach mit einem angenehmen Geruch versorgen wollten, könnten sie eine Salbei verbrennen, die in der Gegend von Jerusalem wächst. Der Import von Cannabis und Weihrauch war eine große Investition, die von einer isolierten Gruppe von Nomaden nicht umgesetzt werden könnte. Sie erforderte die Unterstützung einer mächtigen staatlichen Gewalt“, sagte Eran Arie, Kurator für Archäologie der Eisenzeit und der Perserzeit im Israel-Museum Jerusalems. 

    Der Archäologe Dvory Namdar behauptet seinerseits, das Verbrennen von Cannabis sei kein lokaler Brauch gewesen. Er schließt nicht aus — Priester in Jerusalem könnten dieses Rauschmittel auch auf ihren Älteren verbrennen. 

    Wissenschaftler betonen, die Tatsache, dass Cannabis in der Bibel nicht erwähnt wurde, weise auf die zwei möglichen Varianten hin: Entweder wurde seine Verwendung vor dem Verfassen der Bibel eingestellt oder er wurde in der Bibel unter einem anderen Namen erwähnt. 

    ao/mt

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    Tags:
    Jerusalem, Archäologen, Cannabis, Tempel, Israel