07:12 29 Oktober 2020
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    Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz wollen die Unruhen in den USA nicht enden. In Minneapolis setzte die Nationalgarde Tränengas ein, um der Feuerwehr den Weg frei zu machen.

    Wie ein Korrespondent der Agentur RIA Novosti am Samstagvormittag (MESZ) aus Minneapolis berichtet, jagten die Sicherheitskräfte mit Tränengas Demonstranten von einer Tankstelle in der Nähe eines Polizeireviers weg, damit Feuerwehrwagen eintreffen konnten.

    Zu jenem Zeitpunkt standen bereits die Filiale der Wells Fargo Bank, eine Poststelle und ein weiteres Gebäude in diesem Viertel in Flammen. Die Sicherheitskräfte sperrten die Zufahrten mit Fahrzeugen ab und riefen Demonstranten, die Knallkörper nach Polizisten warfen, per Lautsprecher zum Gewaltverzicht auf.

    Anklage auf fahrlässige Tötung

    Floyd war am Montag bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis ums Leben gekommen. Alle vier an dem Einsatz beteiligten Polizisten wurden entlassen, einer von ihnen wurde wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.

    Bei ihm handelt es sich um den weißen Polizisten, der sein Knie minutenlang an den Hals Floyds gedrückt hatte. Floyd hatte mehrfach um Hilfe gefleht, bevor er das Bewusstsein verlor, wie ein Video festgehalten hatte. Der 46-jährige Schwarze wurde bei seiner Ankunft im Krankenhaus für tot erklärt. Die Untersuchungen gegen die drei anderen Polizisten dauern an. 

    Infolge von Floyds Tod war es in den vergangenen Nächten zu schweren Ausschreitungen in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota gekommen. Geschäfte gingen in Flammen auf, es kam zu Plünderungen. Demonstranten stürmten auch eine Polizeiwache und legten Feuer. Auch aus New York, Los Angeles, Dallas, Louisville und anderen Orten wurden Proteste gemeldet. Vor dem Weißen Haus in Washington versammelten sich ebenfalls Demonstranten. Einige von ihnen stießen Barrikaden um.

    leo/dpa/ae

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    Tags:
    Proteste, Unruhen, Tränengas, Feuerwehr, Polizei, Minneapolis, USA