09:39 21 September 2020
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    Bei Protesten im Zentrum der US-Hauptstadt Washington sind mehrere Gebäude nahe der Regierungszentrale des Präsidenten in Brand geraten.

    Die Proteste in den USA gegen Polizeigewalt und Brutalität gegenüber Afroamerikanern gehen in Washington weiter. Vor dem Weißen Haus versammelten sich am Sonntag (Ortszeit) erneut Demonstranten. Polizisten riegelten die Regierungszentrale von Präsident Donald Trump ab.

    ​Die Protestierenden zogen daraufhin weiter. Nach etwa 100 Metern hielt sie eine Polizeisperre auf, es kam vereinzelt zu Gerangel. Sicherheitskräfte wurden mit Plastikflaschen beworfen, Demonstranten nahmen einem Beamten seinen Schlagstock ab, meldete die Deutsche Presse-Agentur. Die Protestler skandierten „Kein Frieden ohne Gerechtigkeit“.

    Brände in nahegelegenen Gebäuden

    Nach Angaben eines Sputnik-Korrespondenten legten Demonstrierende direkt auf der Fahrbahn ein großes Feuer. Straßenschilder, Büsche, Bäume, Flaschen und anderes mehr gingen in Flammen auf. Zudem rissen sie unter anderem eine US-Flagge vom Dach eines nahe gelegenen Bürogebäudes aus dem 19. Jahrhundert und verbrannten sie ebenfalls.

    ​Wenige Minuten später fing das Gebäude Feuer. Gleichzeitig begann es in einem einstöckigen Anbau auf dem Platz Lafayette Square zu brennen.

    Broteste in der US-Hauptstadt: Brand in einem einstöckigen Anbau auf dem Platz Lafayette Square
    © Sputnik /
    Broteste in der US-Hauptstadt: Brand in einem einstöckigen Anbau auf dem Platz Lafayette Square

    ​Auch das 1816 erbaute Gebäude der Episkopalkirche St. John's Episcopal Church wurde offenbar in Brand gesteckt.

    ​Die Polizei setzte daraufhin erneut Tränengas- und Blendgranaten ein, um die Protestierenden zu zerstreuen.

    Nachdem die Polizei die Unruhestifter vom Weißen Haus weggetrieben hatte, brachen Demonstranten in Büro- und Einkaufsgebäude ein.

    Ausgangssperre in Washington verhängt

    Die Bürgermeisterin von Washington, Muriel Bowser, ordnete für die Nacht eine Ausgangssperre an – von 23 Uhr am späten Sonntagabend bis 6 Uhr am Montagmorgen (Ortszeit). Sie forderte zur Unterstützung der Polizei auch Kräfte der Nationalgarde an.

    ​Bereits in den Tagen zuvor hatte es Proteste vor dem Weißen Haus gegeben. Am Samstag hatte Trump auf Twitter gedroht, hätten Demonstranten die Zäune der Regierungszentrale durchbrochen, wären sie mit den „bösartigsten Hunden und den bedrohlichsten Waffen“ konfrontiert und schwer verletzt worden.

    Proteste nach Tod von Afroamerikaner

    Minneapolis und weitere US-Städte sind nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd Schauplätze von Protesten und auch Gewalt. Floyd war am vergangenen Montag bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis (US-Bundesstaat Minnesota) ums Leben gekommen. In Minnesota und in mehreren anderen Bundesstaaten wurde die Nationalgarde bereits mobilisiert, nachdem Demonstrationen in Unruhen und Plünderungen ausgeartet waren.

    Alle vier an dem Einsatz beteiligten Polizisten wurden entlassen, einer von ihnen wurde wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Bei ihm handelt es sich um den weißen Polizisten, der sein Knie minutenlang an den Hals Floyds gedrückt hatte.

    asch/ae/sna/dpa

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