18:34 19 September 2020
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    Bei einer Demonstration hunderter Boote auf dem Berliner Landwehrkanal ist eines mit der Aufschrift „I can't breathe" (Ich kann nicht atmen) dekoriert worden. Mit den Worten starb der Afroamerikaner George Floyd vergangene Woche in Minneapolis, als ihn Polizisten festhielten. Theatermacher Ersan Mondtag kritisierte das Transparent als „ekelhaft“.

    Bei der am vergangenen Pfingstwochenende stattgefundenen umstrittenen Boots-Demo „Für die Kultur - Alle in einem Boot“ war eines der Boote mit einem Transparent mit der Aufschrift „I can‘t breathe“ dekoriert gewesen. Der Satz „Ich kann nicht atmen“ ist Slogan auf Plakaten und gleichermaßen #Hashtag in Sozialen Medien geworden. Dass er im Rahmen dieser Demonstration benutzt würde, finde Regie-Shootingstar Ersan Mondtag „ekelhaft", ließ der 33-jährige Theatermacher seine Anhänger bei Facebook wissen. Er fügte seinem Post den Hashtag „#whitepeopolecryfortheirprivilige“ (sic!, zu deutsch: „Weiße weinen um ihr Privileg“) hinzu, Berlin solle sich schämen.

    Mondtag, gebürtig Ersan Aygün, inszeniert etwa am Thalia-Theater Hamburg, am Schauspiel Frankfurt, am Schauspiel Köln, am Maxim-Gorki-Theater Berlin und dem Berliner Ensemble wie an den Münchner Kammerspielen. Vor dem Corona-Lockdown fanden an der Deutschen Oper Berlin die Proben zu seiner Version von „Antikrist“ statt, einer zeitgenössischen Komposition von Rued Langgaard (1893 – 1952).

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    Tags:
    Rassismus, Afroamerikaner, Coronavirus, Party, Minneapolis, Berlin