00:47 11 Juli 2020
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    Ende Mai versah der Kurznachrichtendienst Twitter Tweets des US-Präsidenten mit Faktenchecks und Warnhinweisen. Nun wurde ein Video gesperrt. Nick Pickles, Strategie-Chef von Twitter, schließt eine Sperrung des Kontos von Donald Trump nicht aus.

    Der Kurzbotschaftendienst Twitter schließt nicht aus, das offizielle Konto von US-Präsident Donald Trump zu sperren, sollte dieser weiterhin „aufwiegelnde Botschaften“ etwa zu den derzeitigen Protesten in den USA veröffentlichen. „Jeder Twitter-Account ist an die Twitter-Regeln gebunden“, sagte der Strategie-Chef des US-Unternehmens, Nick Pickles, am Donnerstag bei einer Anhörung im britischen Parlament auf die Frage, ob der Dienst Trumps Konto notfalls auch abschalten würde.

    ​Trumps Account hat mehr als 81 Millionen Follower und gilt als wichtiges Sprachrohr des Präsidenten. Vor allem zu Wahlkampfzeiten spielen die sozialen Medien eine zentrale Rolle.
    Ein Video von US-Präsident Donald Trump zum Gedenken an George Floyd hatte Twitter deaktiviert. Grund dafür seien Urheberrechtsbeschwerden, so das Unternehmen. Das Video besteht aus Fotos und Videosequenzen von Protestmärschen und Gewaltszenen – unterlegt mit Worten von Trump.

    Warnhinweis wegen Gewaltverherrlichung

    Das fast vierminütige Video war von Mitarbeitern des US-Präsidenten bei der Videoplattform YouTube und am 3. Juni auch bei Twitter hochgeladen worden. Bei YouTube kann es weiterhin abgerufen werden.

    Es ist nicht das erste Mal, dass Twitter aktiv wird und Tweets von Trump mit Hinweisen versieht. Ende Mai hängte das Unternehmen einen Faktencheck an einen Tweet des Präsidenten. Ein weiterer Post bekam einen Warnhinweis wegen Gewaltverherrlichung. Trump hatte darin mit Verweis auf die Proteste gedroht: „Wenn das Plündern beginnt, beginnt das Schießen.“

    bs

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    Tags:
    Twitter, Donald Trump