15:10 07 Juli 2020
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    Volkswagen will sich kommende Woche zu den Untersuchungsergebnissen über das rassistische Werbevideo für den neuen Golf äußern. Der Autobauer teilte am Freitag mit, erste Ergebnisse der internen Revision lägen inzwischen vor, meldete die Nachrichtenagentur Reuters aus Hamburg.

    Der Vorstand werde die Erkenntnisse in der kommenden Woche bewerten und über Konsequenzen beraten.

    "So etwas passiert nie wieder"

    "Wir werden auch drüber berichten, was Volkswagen unternimmt, um in Zukunft zu verhindern, dass so etwas noch einmal passiert", erklärte Rechtschefin Hiltrud Werner. "Klar ist und bleibt: Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz haben bei Volkswagen keinen Platz", betonte sie.

    In dem Clip wird ein Mann mit dunkler Hautfarbe vor einem Golf gezeigt, wie er von einer überdimensionierten weißen Hand unsanft durch die Gegend geschubst wird. Die Hand schnippst ihn schließlich in ein Haus, über dessen Eingang der Schriftzug "Petit Colon" (kleiner Siedler) steht. Das war als Anspielung auf die europäische Kolonialgeschichte verstanden worden.

    ​​"Widerlicher" Clip

    Der Werbefilm löste scharfe Kritik in den Medien aus und sorgte international für Schlagzeilen. Das durch den Dieselskandal ohnehin angeschlagene Ansehen wurde dadurch weiter beschädigt. VW entschuldigte sich und kündigte eine Aufklärung an. "Der Clip ist widerlich und durch nichts zu entschuldigen", schrieb Betriebsratschef Bernd Osterloh auf Linkedin.

    am/jeg

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    Tags:
    Skandal, Rassismus, Video, Werbung, Volkswagen AG, Deutschland