00:10 29 November 2020
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    Mehr als 20 Polizeibeamte sind bei Protesten gegen Polizeigewalt und Rassismus in London verletzt worden. Dies geht aus einer Mitteilung des Metropolitan Police Service hervor.

    Demnach wurden dreiundzwanzig Polizeibeamte im Laufe der letzten Tage bei Protestaktionen verletzt.

    Die Metropolitan Police ist im Gebiet Greater Londen tätig mit Ausnahme des Stadtteils City of London, der seine eigene Polizeibehörde unterhält.

    Allein am Samstag seien zehn Polizisten verletzt worden, einschließlich einer Beamtin, die von einem Pferd gefallen sei, hieß es in der Mitteilung. Die Frau werde derzeit im Krankenhaus behandelt, ihre Verletzungen seien nicht lebensbedrohlich.

    Gegen 19.00 Uhr, als die überwiegende Mehrheit der Demonstranten das Londoner Zentrum verlassen habe, sei die Stimmung in der verbleibenden Menge gekippt. Die Protestierenden seien handgreiflich geworden und hätten Polizeibeamte mit Raketen und Feuerwerkskörpern beschossen.

    Infolge seien Beamte in Schutzausrüstung zum Einsatz gekommen, um die Verantwortlichen zu identifizieren und festzunehmen sowie um die übrigen von dem Ort wegzubringen.

    Die Polizeibeamten hätten am Samstag 14 Menschen verhaftet, hieß es. Die Polizei gehe davon aus, dass diese Zahl noch steigen wird.

    Trotz der anhaltenden Corona-Pandemie und der Empfehlungen der Regierung und der Polizei, Massenversammlungen fernzubleiben, hatte am Samstag im Zentrum Londons eine Protestaktion gegen Polizeigewalt unter dem Motto „Gerechtigkeit für George Floyd“ stattgefunden.

    Zuvor hatten Teilnehmer einer Protestdemo mit der Losung „Black Lives Matter“ versucht, einen Konflikt zu provozieren, indem sie die berittene Polizei mit Flaschen beworfen hatten.

    Proteste nach Tod von Afroamerikaner

    Der Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem Polizeieinsatz in Minneapolis hatte landesweite und teils gewaltsame Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt ausgelöst. Auch in vielen europäischen Städten gab es Proteste und friedliche Demonstrationen.

    Floyd war am 25. Mai ums Leben gekommen, nachdem ein weißer Polizeibeamter bei der Festnahme sein Knie fast neun Minuten lang in den Nacken des am Boden liegenden Mannes gedrückt hatte.

    Der 46-Jährige hatte mehrfach um Hilfe gefleht, bevor er das Bewusstsein verlor, was auf einem Video festgehalten wurde. Der Schwarze wurde bei seiner Ankunft im Krankenhaus für tot erklärt.

    Der Beamte und drei weitere an dem Einsatz beteiligte Polizisten wurden nach Bekanntwerden des Vorfalls entlassen. Sie wurden inzwischen festgenommen und angeklagt.

    asch/ae

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