13:32 07 Juli 2020
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    Auch in der britischen Stadt Bristol haben hunderte Menschen am Sonntag unter dem Motto „Black Lives Matter“ gegen Rassismus und Polizeigewalt protestiert. Der englische Sklavenhändler und Politiker Edward Colston bekam ihren Unmut an der eigenen Statue zu spüren. Nachdem das Denkmal zu Fall gebracht worden war, landete es im Wasser.

    Auf einem Video ist zu sehen, wie sich etliche Demonstranten am Denkmal von Edward Colston in der Innenstadt von Bristol versammelt haben. Am Kopf der Statue ist ein Seil befestigt, an dem mehrere Demonstranten ziehen, bis der Gentleman aus dem 17. Jahrhundert vom Sockel fällt. Mit seinem Sturz geht ein tosender Jubel einher.  

    Auf einem anderen Video ist festgehalten, wie unzählige Menschen entlang des Stadtufers stehen und darauf warten, dass der Sklavenhändler baden geht. Mehrere Männer hiefen die Statue über das Geländer – sie stößt mit einem dumpfen Geräusch auf und platscht schließlich ins Wasser. Dieser Vorgang löst ebenfalls großen Jubel aus.

    Laut der Zeitung „The Independent“ haben Einwohner zuvor eine Petition mit mehr als 10.000 Unterschriften beim Stadtrat von Bristol eingereicht. Darin hätten sie die Entfernung des Denkmals gefordert.

    Die Statue wurde 1895 zu Ehren des bekannten Sohnes der Stadt Edward Colston (1636–1721) errichtet, der Parlamentarier, Philanthrop und paradoxerweise Sklavenhändler zugleich war. Die Statue soll bei den Einwohnern schon immer gemischte Gefühle hervorgerufen haben. Viele Gebäude, Schulen und Hilfsorganisationen in Bristol sind bereits nach dem Politiker benannt.

    Der gewaltsame Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem Polizeieinsatz in Minneapolis hatte in den USA Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt ausgelöst. Die Protestwelle hat inzwischen auch viele europäische Städte erfasst. An diesem Wochenende gingen allein in Frankreich rund 23.300 Menschen auf die Straßen, um zu demonstrieren.  

    mka/gs

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    Tags:
    Rassismus, Proteste