15:59 28 November 2020
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    Polizeibehörde in Minneapolis soll aufgelöst werden; 150 Festnahmen bei Anti-Rassismus-Protesten in Brüssel; umstrittene Quarantänepflicht tritt in Großbritannien in Kraft; ehemaliger US-Botschafter glaubt nicht an Truppenabzug; höheres Plastikaufkommen durch die Corona-Situation in Deutschland.

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Montag geschehen ist.

    Fall Floyd: Auflösung der Polizeibehörde im Gespräch

    Die Polizeibehörde von Minneapolis soll infolge der Tötung des Afroamerikaners Floyd nach Ansicht des Stadtrats gänzlich aufgelöst werden. Das teilte die Vorsitzende des Gremiums Lisa Bender im Gespräch mit dem US-Nachrichtensender CNN mit. In ihrer gegenwärtigen Aufstellung hielten neun von zehn Mitgliedern des Stadtrats die Polizei für nicht reformierbar. Das erklärte Ziel sei es, eine neue Organisation für die öffentliche Sicherheit ins Leben zu rufen.

    Knapp zwei Wochen zuvor war in der US-Stadt im Bundesstaat Minnesota der Afroamerikaner George Floyd bei einem Polizeieinsatz getötet worden. Das löste in den USA wie auch in zahlreichen anderen Ländern Demonstrationen gegen Polizeigewalt und Rassismus aus.

    150 Festnahmen bei Anti-Rassismus-Demo in Brüssel

    Fast 10.000 Menschen gingen in Brüssel am Sonntag auf die Straßen, um gegen Rassismus zu demonstrieren. Dabei kam es auch zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Insgesamt hat die Polizei am Sonntagabend 150 Menschen festgenommen, die laut dem Bürgermeister der Stadt Polizisten provoziert und Geschäfte geplündert haben sollen. Derzeit werden Videoaufnahmen ausgewertet, um weitere Unruhestifter zu identifizieren.

    Zuvor hatte sich die belgische Regierungschefin, Sophie Wilmès, angesichts der Corona-Pandemie gegen die Demonstration ausgesprochen, der Bürgermeister hat diese dagegen toleriert. Die meisten Teilnehmer sollen mit Mund-Nasen-Schutz erschienen sein.

    Umstrittene Quarantänepflicht in Großbritannien

    Wer nach Großbritannien reist, muss sich ab Montag in eine zweiwöchige Quarantäne begeben. Diese Maßnahme wurde getroffen, um auf der Insel eine zweite Infektionswelle zu verhindern. Die Maßnahme gilt für alle Transportmittel wie Flugzeug, Bahn oder Fähre.

    Die Quarantänepflicht stößt vor allem bei Unternehmen aus der Reisebranche auf Kritik. Diese sei „übereilt und nicht durchführbar“, betont etwa die Kampagne Quash, die sich aus 500 Reiseunternehmen zusammensetzen soll. In der Regierungspartei soll es derzeit Überlegungen geben, die Quarantänepflicht für einzelne Reiseziele aufzuheben.

    Doch keinen US-Truppenabzug aus Deutschland?

    Der ehemalige US-Botschafter in Deutschland, John Kornblum, ist der Ansicht, dass es keinen US-Truppenabzug aus Deutschland geben wird. Gegenüber der „Passauer Neuen Presse“ betont er: „Trump ist groß in seinen Ankündigungen und handelt dann doch nicht.“ Der angekündigte Abzug sei als Reaktion auf die Absage der Bundeskanzlerin Angela Merkel für den G7-Gipfel in Washington zu verstehen, die sie mit der Corona-Pandemie begründet hatte. Starke Frauen könne Trump nicht ertragen, findet Kornblum.

    Mehr Plastikmüll durch die Corona-Pandemie

    Die Corona-Pandemie hat das Aufkommen von Plastikmüll erhöht. Seit März sollen dem „Grünen Punkt“ zufolge etwa zehn Prozent mehr Kunststoffabfälle in der gelben Tonne landen. Zwar sei im Gewerbebereich weniger Müll angefallen, in der Summe sei er allerdings gestiegen. Der Umfang an Verpackungsmüll ist laut der Abfallbilanz des Statistischen Bundesamtes zuletzt gesunken.

    vr/dpa/ae

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    Tags:
    Plastik, Coronavirus, Quarantäne, Donald Trump, US-Truppen, Proteste, Demonstrationen, Rassismus, Polizeigewalt, George Floyd