12:27 06 Juli 2020
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    Bei Protesten gegen Polizeigewalt in Austin (US-Bundestaat Texas) haben Polizisten offenbar auf Demonstranten geschossen, als diese einen verletzten Jugendlichen trugen. Laut dem Sender CNN kam dabei eine nicht tödliche Munition zum Einsatz. Eine Ermittlung wurde eingeleitet.

    Wie der örtliche Polizeichef Brian Manley mitteilte, hatte ein Mann während einer Protestaktion vor dem Polizeipräsidium am 31. Mai eine Wasserflasche nach Polizisten geworfen. Beamte eröffneten daraufhin Feuer mit nicht tödlicher Munition, trafen jedoch Justin Howell, einen 20-jährigen Studenten der Texas State University, der daneben stand.  

    Als andere Demonstranten den Verletzten – auf Anweisung der Polizei – Richtung Gebäude getragen hätten, seien sie beschossen worden.

    Dieses Video soll den Vorfall zeigen:

    ​Laut Manley wurden Ermittlungen aufgenommen. Unter anderem soll geklärt werden, wer Howell verletzt hatte. Der Student sei mit gebrochenem Schädel im kritischen Zustand, teilte sein Bruder dem Sender mit.  

    Die Vereinigten Staaten werden nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz von Massenprotesten erschüttert. Der 46-jährige Schwarze war am 25. Mai in Minneapolis ums Leben gekommen, nachdem ein Polizist sein Knie minutenlang an den Hals Floyds gedrückt hatte.

    Floyd hatte mehrfach um Hilfe gefleht, bevor er das Bewusstsein verlor, wie ein Video festgehalten hatte. Der Mann wurde bei seiner Ankunft im Krankenhaus für tot erklärt. Alle vier an dem Einsatz beteiligten Polizisten wurden entlassen, einer von ihnen wurde wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.

    Auch in anderen europäischen Städten gehen Menschen auf die Straße, um sich mit Demonstranten in den Vereinigten Staaten zu solidarisieren. Bei einer Demo in Berlin gab es am Wochenende Dutzende Festnahmen.

    leo/ae

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    Tags:
    Texas, Ermittlung, Verletzter, Schüsse, Demo, Protest, Polizeigewalt, USA