23:43 11 Juli 2020
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    Nach der Havarie im Heizkraftwerk-3 in der nordsibirischen Industriestadt Norilsk sind am Montag laut einem Sprecher der Notdienste zusätzliche Schwimmsperren auf Gewässern errichtet worden, um Ölprodukte zu sammeln. Insgesamt gibt es 18 Schwimmsperren mit einer Gesamtlänge von über 2,3 Kilometern.

    „Es wurden 18 Schwimmsperren mit einer Gesamtlänge von 2330 Kilometern montiert“, sagte der Sprecher.      

    Ihm zufolge wurden 16 Schwimmsperren am Fluss Ambarnaja und weitere zwei am Fluss Pjassina errichtet.  

    Havarie im Heizkraftwerk-3

    Einer der Dieselkraftstofftanks im Heizkraftwerk-3, das der Aktiengesellschaft NTEK des Bergbauunternehmens „Norilsk Nickel“ gehört,  wurde am 29. Mai in Norilsk durch ein starkes Absinken der Fundamentstützen beschädigt. Etwa 21.000 Kubikmeter Kraftstoff traten aus.

    „Norilsk Nickel“ betrachtet die Erwärmung im Permafrost, die die Pylone unter den Kraftstofftanks in Bewegung setzte, als Hauptursache für den Unfall. In der Region Krasnojarsk, zu der die Stadt Norilsk gehört, wurde der Ausnahmezustand verhängt. Am Freitag meldete das Katastrophenschutzministerium die Lokalisierung des ausgelaufenen Kraftstoffs.

    Norilsk liegt etwa 300 Kilometer nördlich des nördlichen Polarkreises, im Norden der ostsibirischen Region Krasnojarsk und gilt als nördlichste Großstadt der Erde.

    ns/ae/sna

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    Tags:
    Russlands Zivilschutzministerium, Beseitigung, Folgen, Errichtung, Schwimmsperren, Norilsk Nickel