05:33 24 Oktober 2020
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    Das Landgericht München hat die Anklage gegen den früheren Audi-Chef Rupert Stadler wegen Betrugs in der Dieselaffäre zugelassen. Der Prozess gegen Stadler und drei Mitangeklagte soll am 30. September beginnen, teilte das Gericht am Montag mit.

    Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen „Betrug, mittelbare Falschbeurkundung sowie strafbare Werbung“ vor. Stadler habe spätestens Ende September 2015 von den Abgas-Manipulationen bei Audi-Dieselmotoren gewusst, aber den Verkauf der Autos trotzdem nicht verhindert, lautet der Vorwurf gegen ihn. 

    Stadler war von 2007 bis 2018 Audi-Chef gewesen. Wegen Verdunkelungsgefahr war er im Juni 2018 verhaftet worden und hatte vier Monate lang in Augsburg in Untersuchungshaft verbracht. Eine Mitwisserschaft oder gar Beteiligung an Diesel-Manipulationen hat er stets bestritten.

    Die drei zusammen mit Stadler angeklagten Manager und Ingenieure sollen bei Audi ab 2008 Dieselmotoren mit einer verbotenen Abschaltfunktion entwickelt haben, hieß es. Damit stießen die Motoren auf dem Prüfstand weniger Abgas aus, als auf der Straße.

    Zuletzt hatte im Februar ein Sprecher des Oberlandesgerichts München gesagt, wenn das Landgericht die Anklage zulassen sollte, sei mit einer Eröffnung der Hauptverhandlung nach derzeitigem Stand nicht vor Herbst zu rechnen. Nach jahrelangen Ermittlungen hatte die Staatsanwaltschaft Ende Juli 2019 eine rund 400 Seiten lange Anklageschrift mit 7.000 Seiten Anhang vorgelegt.

    om/gs/dpa

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    Tags:
    Anklage, Rupert Stadler, Diesel, Affäre, Audi