02:00 11 Juli 2020
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    Nach einem Coronavirus-Ausbruch unter Bergleuten in Schlesien hat Polen zwölf Kohlegruben für die kommenden drei Wochen geschlossen. Die Bergarbeiter sollen für diese Zeit die volle Lohnfortzahlung erhalten.

    Betroffen sind zwei Gruben des Kohlebergbauunternehmens Jastrzebska Spolka Weglowa sowie zehn weitere des Konzerns PGG. Nach Angaben von Gesundheitsminister Lukasz Szumowski sollen in der Zeit bis zur Wiedereröffnung möglichst viele Kumpel auf das Coronavirus getestet werden.

    „Wir möchten die Bergwerke vor einer unkontrollierten Verbreitung des Coronavirus schützen und bewirken, dass sie die Arbeit so schnell wie möglich wieder aufnehmen können“, sagte Szumowski.

    Der polnische Schatzminister Jacek Sasin sagte, man habe zuvor angesichts der sich ausbreitenden Epidemie auf diverse Sicherheitsmaßnahmen in den Bergwerken gesetzt. Dazu habe etwa die strikte Trennung der Mitarbeiter der einzelnen Schichten, die Begrenzung der Personen bei der Fahrt unter Tage sowie die Ausgabe von Masken und Desinfektionsmitteln gehört. Diese Maßnahmen hätten aber unter den besonderen Arbeitsbedingungen in den Kohlegruben nicht ausgereicht, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

    Am Montag waren laut dem Gesundheitsministerium in ganz Polen 599 neue Coronavirus-Fälle gemeldet worden – der höchste Wert seit Ausbruch der Epidemie. Von den neu nachgewiesenen Fällen stammten 326 aus Schlesien.

    mka/gs/dpa

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    Tags:
    Coronavirus, Bergbau, Polen