16:17 21 Oktober 2020
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    Das Treffen von Wissenschaftlern aus Russland und den USA zur Besprechung der gemeinsame Mission zur Venus ist in Anbetracht der Corona-Pandemie vom Oktober 2020 auf Februar 2021 verschoben worden. Dies gab das Institut für Weltraumforschung der Russischen Akademie der Wissenschaften bekannt.

    Nach dem Konzept des gemeinsamen wissenschaftlichen US-russischen Arbeitsteams soll die Raumsonde Venera-D eine umfassende Untersuchung der Venusatmosphäre, ihrer Oberfläche, ihrer inneren Struktur und des umgebenden Plasmas vornehmen. Die Venussonde soll zwischen 2027 und 2029 gestartet werden.

    „Das nächste Treffen findet im Februar statt, davor wird im Oktober eine Online-Konferenz abgehalten. Das persönliche Treffen hätte im Oktober stattfinden können, aber es wurde wegen des Coronavirus verschoben“, teilte die führende wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts Ljudmila Sassowa gegenüber Sputnik mit.

    Inzwischen werde die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern beider Länder via Telekonferenz fortgesetzt.

    Die Organisation einer Venus-Mission sei aufgrund der physikalischen Parameter auf der Planetenoberfläche schwieriger als Mars-Missionen, betonte Sassowa.

    Die Temperatur betrage fast 500 Grad Celsius und der Luftdruck mache etwa 100 Atmosphären aus.

    „Auf der Venus landet man im Wasser, weil die Dichte der Atmosphäre hoch ist. Es ist einfacher, dort zu landen, aber schwieriger, dort zu arbeiten. Die UdSSR hatte ja sehr lange an der Herstellung eines Landegeräts gearbeitet, das auf der Oberfläche landen und mit der Arbeit beginnen könnte“, sagte sie.

    Insgesamt hatte die UdSSR zehn erfolgreiche Landungen auf der Venus vollzogen. Nun soll die Konstruktion der sowjetischen Landestation, die bei den Missionen Venus und Vega verwendet wurde als Grundlage bei der neuen US-russischen Venus-Mission Venera-D zum Einsatz kommen:

    „Wir benutzen die Venera/Vega- Raumsonde, weil sie eine perfekte Maschine ist, wir werden einfach moderne Geräte darauf installieren. Instrumente darauf“, so Sassowa weiter.

    Vor 35 Jahren, am 9. und 13. Juni 1985, hatten die sowjetischen Raumsonden Vega-1 und Vega-2 die Landung von der Venus-Umlaufbahn auf deren Oberfläche begonnen und am 11. beziehungsweise 15. Juni 1985 erfolgreich abgeschlossen.

    asch/ae/sna

     

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    Pandemie, Venus, Forschung, Covid-19, Coronavirus, USA, Russland, Russland