12:43 29 Oktober 2020
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    Der russische Autohersteller Awtotor im Gebiet Kaliningrad wird die Montage von BMW-Fahrzeugen von Mitte bis Ende Juni wegen fehlender Autoteile einstellen. Dies berichten russische Medien unter Berufung auf den Generaldirektor des Unternehmens, Ruslan Sadykow.

    Laut Sadykow ist der Hauptgrund für diese  Entscheidung die Lücke in der Lieferkette von Teilen, die wegen der Schließung von BMW-Werken in Europa und den USA aufgrund der Coronavirus-Pandemie entstand.

    Er betonte, dass „diese Situation vorhersehbar war, deswegen wurden  geeignete Maßnahmen ergriffen“. Das in der BMW-Montage beschäftigte Personal werde nicht arbeitslos: Das Unternehmen habe vor, außerplanmäßige sowie geplante vorbeugende Maßnahmen zur Wartung der Ausrüstung durchzuführen. Das Problem mit den Autoteilen soll Mitte oder Ende Juli behoben werden.

    VW-Werk in Kaluga (Archivbild)
    © Sputnik / Michail Fomitschew (ARCHIVFOTO)
    Ende 1997 begannen der bayerische Konzern BMW AG und Awtotor gemeinsam an einem Projekt zur Organisation der Produktion von BMW-Fahrzeugen in Kaliningrad zu arbeiten. Am 16. März 1999 wurde in Moskau der erste Vertrag zwischen den Unternehmen unterzeichnet. Und bereits im November 1999 begann Awtotor,  BMW-Fahrzeuge der fünften und siebten Serie herzustellen. Bemerkenswert ist, dass Awtotor das erste Unternehmen außerhalb Deutschlands ist, dem der BMW-Verwaltungsrat die Produktion von Autos der neuen Generation anvertraut hat.

    Die Montagekapazitäten von BMW bei Kaliningrader Unternehmen seien heute zu 70 Prozent ausgelastet. Dort werden Modelle der dritten, fünften und siebten Serie sowie BMW Crossover-Modelle X1, X3, X4, X5, X6 und X7 hergestellt. Awtotor geht davon aus, dass es im Juni möglich sein werde, das Vorkrisenniveau wieder zu erreichen.

    sm/gs

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    Tags:
    Russland, Montage, BMW