12:05 30 Oktober 2020
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    23.124 Kubikmeter verseuchten Bodens sind nach dem Austritt von Dieseltreibstoff in einem Heizkraftwerk in der ostsibirischen Stadt Norilsk vom Unfallort entfernt worden, teilte ein Sprecher des russischen Zivilschutzministeriums gegenüber Sputnik mit.

    Der kontaminierte Boden sei zu einer Industriedeponie auf dem Gelände des Heizkraftwerkes gebracht worden, hieß es.

    Bei der Beseitigung der durch die Katastrophe entstandenen Schäden seien 250 Kubikbehälter zum Einsatz gekommen, in denen man die freigesetzten Treibstoffmengen per Flugzeug wegbefördert hätte. Die Wegzeit sei auf diese Weise von 2,5 Stunden auf 25 bis 30 Minuten reduziert worden. Insgesamt würden 2500 Kubikmeter des gesammelten Brennstoff-Wasser-Gemisches pro Tag befördert.

    Rund 670 Menschen und mehr als 260 Fahrzeuge seien Teil der Säuberungsmaßnahmen, die rund um die Uhr in zwei Schichten vonstattengehen.

    Die Rettungskräfte hätten auf den nahegelegenen Gewässern 24 Ölsperren aufgestellt, die eine Ausbreitung von Treibstoff unterbinden sollten. Die Sperren seien insgesamt mehr als 2,4 Kilometer lang. 

    Zudem seien in den zurückliegenden 24 Stunden 6000 Quadratmeter verseuchten Bodens mit Sorptionsmittel bearbeitet und verwertet worden. Insgesamt sei bereits eine Fläche von 32.600 Quadratmetern bearbeitet worden. 

    Havarie in Norilsk

    Am 29. Mai war es bei einer Havarie im Heizkraftwerk TEZ-3 in der nordostsibirischen Stadt Norilsk zu einem Austritt von über 21.000 Tonnen Dieseltreibstoff gekommen, als einer der Dieselkraftstofftanks durch ein starkes Absinken der Fundamentstützen beschädigt worden war. Das Heizkraftwerk ist im Besitz der Aktiengesellschaft NTEK, die der Bergbaugruppe Norilsk Nickel gehört.

    Norilsk Nickel führt den Unfall auf die Erwärmung im Permafrost zurück, die die Pylone unter den Kraftstofftanks in Bewegung setzte.

    Nach der Havarie wurde in der ostsibirischen Region Krasnojarsk der Notstand ausgerufen. Am Freitag gab das Zivilschutzministerium bekannt, die ausgelaufenen Kraftstoffmengen seien lokalisiert worden. Zum Vorfall wird ermittelt, ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

     

    asch/ae/sna

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