07:36 21 Oktober 2020
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    Nach neuesten Informationen entging der Journalist Ken Jebsen am 9. Mai in Stuttgart nur knapp einem Anschlag. Als der Initiator von „KenFM“ auf der dortigen Grundrechte-Demonstration das Podium betrat, warfen Unbekannte einen brennenden „Polenböller“ auf die Bühne. Der Schreck-Moment ist auf Video festgehalten worden. Der Staatsschutz ermittelt.

    Seit Wochen gehen tausende Menschen in ganz Deutschland gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung auf die Straßen. So auch am 9. Mai auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart, als rund 10.000 Demonstranten zusammenkamen. Wie erst jetzt bekannt wurde, entging der Journalist Ken Jebsen dabei nur knapp einem schweren Anschlag.

    Ein gezielter Wurf

    Als Jebsen kurz nach 18 Uhr die Bühne auf dem Demonstrationsgelände betritt und das Mikrofon ergreift, fliegt nach wenigen Minuten ein zunächst undefinierbarer und qualmender Gegenstand auf die Bühne. Der Moment ist auf mehreren Videos festgehalten worden. Wie sich später herausstellt, handelte es sich um einen angezündeten „Polenböller“, der nur einen knappen Meter neben dem Hauptredner landete.

    Illegale Böller aus dem Ausland haben eine enorme Sprengkraft, vergleichbar mit einer kleinen Stange Dynamit. Laut Bundesanstalt für Materialforschung in Berlin enthalten sie häufig einen Blitzknallsatz, der wegen seiner chemischen Zusammensetzung sehr viel stärker als herkömmliches Feuerwerk reagiert. Bei dem Böller in Stuttgart jedoch handelte es sich allem Anschein nach um einen Blindgänger, die Zündschnur des etwa 30 Zentimeter großen Sprengkörpers wurde bei dem Wurf möglicherweise beschädigt.

    Jebsen vermutet Antifa

    Auf der Webseite „KenFM“ heißt es, der Anschlagsversuch sei aus einer Gruppe von vermummten Personen ausgegangen, die sich rund 30 Meter von der Bühne entfernt im Publikum befunden haben sollen. Jebsen selbst äußert die Vermutung, es könnte sich um Anhänger der Antifa handeln. Fast zeitgleich mit dem Wurf des „Polenböllers“ entfalteten die Drahtzieher ein Transparent mit der Aufschrift „Klassenkampf statt Querfront“, um danach unerkannt in der Menge zu verschwinden.

    Verheerende Konsequenzen

    Eine Explosion auf der Bühne hätte nicht nur zu massiven Verletzungen von Jebsen und den dort anwesenden Technikern geführt, auch hätte der Anschlag zu einer Massenpanik unter den mehr als 10.000 Demonstranten führen können. Laut Medienberichten beschäftigt sich nun auch der Staatsschutz der Kriminalpolizei Stuttgart mit dem Vorfall. Ein Bekennerschreiben gibt es nach aktuellem Stand bisher noch nicht.

    mjo/ae

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    Tags:
    Attentat, Ken Jebsen