03:36 14 Juli 2020
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    Unbekannte Täter haben in einem Park der US-amerikanischen Stadt Boston eine Statue von Christoph Kolumbus geköpft, meldet die Deutsche Presse-Agentur.

    Nachdem der Figur in der Nacht der Kopf abgetrennt wurde, sollte der Rest der Statue am Mittwochmorgen abgebaut werden, sagte Bürgermeister Marty Walsh.

    ​Man befürworte die Tat nicht, wolle sich aber mit Blick auf die aktuellen Diskussionen in Boston und dem Rest der USA Zeit lassen, die geschichtliche Bedeutung der Statue neu zu bewerten, sagte er.

    Protestdemos in USA und weltweit

    Seit den Demonstrationen unter dem Motto „Black Lives Matter“ (Schwarze Leben zählen) nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd durch Polizeigewalt sind an vielen Orten der USA Statuen und Erinnerungstafeln abgebaut worden. Meistens bezogen diese sich auf historische Figuren oder Ereignisse im Bürgerkrieg, in dem die Südstaaten für eine Fortsetzung der Sklaverei gekämpft hatten.

    Christoph Kolumbus

    Kolumbus war einer der ersten Europäer in der Neuen Welt und wird häufig als Entdecker Amerikas bezeichnet. Historiker und Bürgerrechtler kritisieren ihn aber für sein gewalttätiges Verhalten gegenüber den Ureinwohnern Amerikas und dafür entscheidend, zum transatlantischen Sklavenhandel beigetragen zu haben, hieß es.

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    Tags:
    Zerstörung, Statue, Christoph Kolumbus, Boston, USA