23:29 11 Juli 2020
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    Das kroatische Innenministerium hat die Vorwürfe vonseiten der Menschenrechtsorganisation „Amnesty International“ zurückgewiesen, laut denen kroatische Polizisten Migranten aus dem Nahen Osten und Nordafrika misshandelt haben sollen.

    Das Innenministerium Kroatiens teilte mit, dass die Behörde diese Beschuldigungen zurückweise, wonach die Polizisten Einwanderer muslimischer Herkunft misshandelt hätten.

    „Diesmal hat die Polizei in der Nähe des Nationalparks Plitvicer Seen Ende Mai illegale pakistanische und afghanische Migranten an Bäume gebunden, ihnen mit einem Messer gedroht, in die Luft geschossen und dann ihre Gesichter mit Mayonnaise und Ketchup beschmiert und ihre Köpfe mit Zucker bestreut“, hieß es in der Mitteilung des Innenministeriums.

    „Wir weisen schon den Gedanken zurück, dass kroatische Polizisten so etwas tun konnten oder sogar Motive dafür hatten. Laut der letzten Version warf man den Polizeibeamten vor, dass sie Kreuze auf den Köpfen von Migranten gemalt hatten, wobei Kreuze eine symbolische Bedeutung während des Ramadans gehabt hätten. Allerdings ist uns die Bedeutung von Ketchup, Mayonnaise und Zucker nicht bekannt“, teilte das Innenministerium mit.

    In diesem Zusammenhang betonte die kroatische Polizei, dass hinter den Vorwürfen gegenüber den Polizisten der Versuch stehe, „die Aufmerksamkeit von den Schlägereien unter Migranten im Nachbarstaat Bosnien und Herzegowina abzulenken“. Der Behörde zufolge hatten diese Schlägereien Ende Mai zu mehreren Todesfällen geführt.

    ac/mt

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    Tags:
    Muslime, Migranten, Missbrauch, Polizisten, Vorwürfe, Innenministerium, Kroatien