23:34 11 Juli 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    404
    Abonnieren

    Die Polizei von Hongkong hat am Freitagabend, dem ersten Jahrestag der Massenproteste gegen das Auslieferungsgesetz, mindestens 35 Demonstranten festgenommen. Dies hat die Polizei auf ihrem Twitter-Account mitgeteilt.

    „Die Polizei hat 35 Personen wegen solcher Straftaten wie Zufügung von Körperverletzungen, illegale Versammlung, Störung der öffentlichen Ordnung sowie Waffentragen festgenommen“, teilte die Polizei mit.

    Die Proteste am Freitag fallen zeitlich mit dem Jahrestag der ersten großen Zusammenstöße bei Protesten am 12. Juni 2019 zusammen. Nach 20 Uhr hätte die Polizei nach Angaben der Zeitung „South China Morning Post“ begonnen, die Demonstranten festzunehmen. In Einzelfällen hätten die Polizeibeamten Pfefferspray verwendet.

    Proteste in Hongkong

    Ab Juni 2019 hatte es in Hongkong erste massenhafte Proteste gegen ein Gesetz gegeben, das die Auslieferung von Personen nach China ermöglichen sollte. Nach heftigen Protesten mit Hunderttausenden Teilnehmern zog die Hongkonger Regierung das Vorhaben zurück. Dennoch dauerten die Demonstrationen weiter an. Die Proteste richteten sich auch gegen das chinesische Gesetz zum Schutz der nationalen Sicherheit in Hongkong, das Aktivitäten unterbinden soll, die als subversiv eingestuft werden.

    Das mehr als sieben Millionen Einwohner zählende Hongkong wird seit seiner Rückgabe an China vor 23 Jahren als eigenes Territorium nach dem Prinzip „ein Land, zwei Systeme“ unter chinesischer Souveränität autonom regiert.

    ac/mt

     

     

    Zum Thema:

    Mysteriöser Tod am Djatlow-Pass: Ermittler nennen nach 60 Jahren Ursache
    Video des Raketenstarts von Raketenkreuzer „Pjotr Weliki“ aus in Barentssee veröffentlicht
    „Hat mit Rechtsstaat und Demokratie nichts mehr zu tun“ – Juristen wollen Corona-Krise aufklären
    Tags:
    China, Gesetz, Auslieferung, Demonstranten, Festnahmen, Polizei, Proteste, Hongkong