18:56 28 Oktober 2020
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    Russland hat laut „National Interest”-Gastautor Peter Suciu Gründe, einen Nato-Angriff zu befürchten. Dafür gebe es Hinweise in der Geschichte, meint der Schriftsteller aus Michigan, der für zahlreiche Medien zum Thema Militär schreibt.

    Obwohl die Idee, die Nato könne Russland angreifen, viele Amerikaner als weit hergeholt bezeichnen würden, hätten die Russen dennoch Gründe, das Bündnis zu fürchten, so der Autor in dem Artikel unter der Titel „Geschichte erzählt uns, warum Russland die Nato-Invasion fürchtet (auch wenn dies verrückt klingt)“. In den letzten Jahrhunderten seien Polen, Schweden, Frankreich und Deutschland über Russland hergefallen. Ihm zufolge bildeten die Vereinigten Staaten auch keine Ausnahme. 

    In diesem Zusammengang wird ein Beispiel angeführt: Die sogenannte „Polar Bear Expedition“ im Jahr 1918, als amerikanische Truppen während des Russischen Bürgerkriegs in die russische Stadt Arсhangelsk entsendet wurden. Das Ziel der Expedition sollte demnach in der Prävention des deutschen Vorgehens bestehen. In der Tat aber hätten sie gegen die Bolschewiken gekämpft, schrieb Peter Suciu am Dienstag. 

    „Nach dem Ende des Kalten Krieges und nach dem Zerfall der Sowjetunion ist Russland wohl gefährdeter, während viele seiner ehemaligen Satellitenstaaten der kommunistischen Epoche — einschließlich Polen, Ungarn und Rumänien zusammen mit der Tschechoslowakei — jetzt Nato-Mitglieder sind“, so Suciu. 

    Es sei daher nicht verwunderlich, dass „der russische Bär seine Krallen schärfen wird“, indem er seine Seestreitkräfte modernisiert und regelmäßig Militärmanöver durchführt sowie die neue Hardware entwickelt, beispielsweise den T-14-Armata-Panzer und die Hyperschall-Unterwasserrakete, stellt der Autor fest. 

    Erhöhte Nato-Aktivitäten an russischer Grenze

    Laut der Pressemitteilung des Verteidigungsministeriums hatten im vergangenen Mai die Maschinen der strategischen US-Luftstreitkräfte fünfmal Flüge entlang Russlands Grenzen unternommen.

    Der Chef der Hauptabteilung für Operationen des russischen Generalstabs, Generaloberst Sergej Rudskoj, hatte Anfang Juni erklärt, dass das russische Verteidigungsministerium ein hohes Maß an militärischen Aktivitäten der Vereinigten Staaten und ihrer Nato-Verbündeten in der Nähe der russischen Grenzen verzeichne.

    ao/mt

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    Tags:
    USA, The National Interest“ (NI), Angriff, Russland, NATO