20:03 24 November 2020
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    Aufgrund des am Freitag in der Küche eines Reihenhauses im münsterländischen Warendorf entdeckten Stücks Schlangenhaut mussten die Bewohner einige Zeit außerhalb ihrer Häuser verbringen.

    Nach Angaben eines Reptilienexperten könne es sich in diesem Fall um einen jungen Tigerpython handeln. Das entdeckte Stück sei laut der Feuerwehr rund 30 Zentimeter lang. Das Tier, das noch nicht gesichtet wurde, könne darum ungefähr von 80 bis 90 Zentimeter lang sein, so Christian Reinker von der Feuerwehr Warendorf.

    Nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt wurden noch am Freitag alle fünf miteinander verbundenen Häuser versiegelt. In den Häusern wurde Mehl verteilt. Falls sich das Tier noch in einem Haus befindet, soll es in dem Mehl Spuren hinterlassen.

    „In dem Gebäudekomplex vermisst niemand eine Schlange. Es ist unklar, woher sie kommen könnte“, sagte Reinker weiter.

    In der Wohnung, wo das Stück Schlangenhaut entdeckt worden war, sei ein Lebendköder, und zwar „ein kleiner Hamster in einem Käfig“ ausgesetzt worden.

    Reinker betonte, dass der Hamster nur als Lockmittel und nicht als Futter dienen solle. Dabei sei aber keine Falle für die Schlange aufgestellt worden.

    Wegen der Versiegelung sollten die insgesamt elf Bewohner der Häuser im Stadtteil Freckenhorst die Nacht auf Samstag nicht in ihren Häusern verbringen. Die meisten sollten dabei bei Angehörigen unterkommen.

    Der Fall erinnert an eine entflohene Schlange in der Ruhrgebietsstadt Herne. Dort war im August 2019 eine hochgiftige Monokelkobra in einem Mehrfamilienhaus entwischt. Sie konnte erst nach mehreren Tagen wieder eingefangen werden. Die Mieter durften damals tagelang nicht in ihre Wohnungen. In dem derzeitigen Fall mit dem Tigerpython geht es allerdings um eine ungiftige Würgeschlange.

    ac/mt/dpa

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    Tags:
    Feuerwehr, Alarm, Wohnhaus, Python, Deutschland