05:32 28 September 2020
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    Zum ersten Mal seit mehreren Wochen erlebt die chinesische Hauptstadt Peking wieder einen Ausbruch des Coronavirus.

    Diesmal wurde der Xinfadi-Markt im Stadtviertel Fengtai, der rund 90 Prozent des Gemüses und Obsts der 20-Millionen-Metropole liefert, zum neuen Corona-Hotspot und musste darum geschlossen werden. Dort wurden bei anfangs 500 Tests schon 45 Infektionen entdeckt. Rund 10.000 Händler und Mitarbeiter des Marktes sollen getestet werden.

    Nach Angaben der chinesischen Medien befinde sich der betroffene Bezirk jetzt in einem Notfall-Modus wie in Kriegszeiten. Konkret bedeute dies die Einstellung des Nahverkehrs und die Absperrung von Straßen durch die Polizei. Zudem habe ein in der Nähe liegender Busbahnhof den Betrieb ausgesetzt.

    Den Ermittlern zufolge wurde das Virus diesmal auf einem Hackbrett entdeckt, auf dem importierter Lachs verarbeitet worden war. Der Lachs stammte allerdings von einem anderen Markt für Meeresfrüchte. Als Resultat nahmen viele Supermärkte den importierten Lachs aus ihren Regalen.

    Der Xinfadi-Markt ist die größte Einkaufsfläche in Peking und hat eine Größe von 112 Hektar. Allerdings solle der Markt laut Medienberichten „umfassend“ desinfiziert werden. Darum ist nun das Gelände von Sicherheitskräften gesichert.

    Angst vor einer zweiten Welle

    Die neuen Infektionsfälle sorgten sofort für Angst vor einer zweiten Corona-Welle unter den Einwohnern von Peking, wo gleich alle Sicherheitsvorkehrungen verschärft wurden. Zuletzt hatte China nur noch vereinzelt Infektionen gemeldet, die meistens aus dem Ausland importiert waren.

    Der Covid-19-Krisenstab der Hauptstadt kündigte an, die Kontrolle von Fracht und Reisenden bei der Einreise verschärfen zu wollen, um eine weitere Einschleppung des Virus zu verhindern. China vergibt ohnehin keine Visa mehr an Ausländer und beschränkt die Einreise von heimkehrenden Chinesen, indem internationale Flüge stark begrenzt sind und Corona-Tests sowie eine 14-tägige Quarantäne für die Einreise erforderlich sind.

    Schon in Wuhan wurde ein Markt mit Meeresfrüchten, wo auch wilde Tiere verkauft worden waren, als möglicher Ursprung des Ausbruchs der neuartigen Lungenkrankheit verdächtigt, die sich dann in der ganzen Welt ausbreitete.

    ac/mt/dpa

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