19:30 28 Oktober 2020
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    Nach der Ölkatastrophe nahe der nordsibirischen Stadt Norilsk haben Bergungskräfte bereits rund 26.000 Kubikmeter ausgelaufenes Dieselöl gemischt mit Flusswasser beseitigt. Dies teilte der staatliche Seerettungsdienst am Montag mit, der an der Behebung der Folgen des Ölunfalls beteiligt ist.

    Allein die Bergungskräfte des Seerettungsdienstes haben seit ihrem Einsatz am 1. Juni rund 8000 Kubikmeter Ölprodukte eingesammelt, hieß es. „Täglich werden 1300 bis 1400 Kubikmeter Öl-Wasser-Gemisch gesammelt“.

    Neben dem Seerettungsdienst seien Bergungskräfte der Ölfirmen Gazpromneft, Transneft-Sibir sowie des Katastrophenschutzministeriums an dem Einsatz beteiligt.

    „Im Raum des Flusses Ambarnaja wurden mehr als 26.000 Kubikmeter Öl-Wasser-Gemisch gesammelt.“

    Wie Sputnik am Montag von Seiten der Behörden erfuhr, wurden zudem 75.500 Tonnen verseuchter Boden entfernt. Der kontaminierte Boden sei in eine Deponie auf dem Gelände des Heizkraftwerkes gebracht worden.

    Rund 21.000 Tonnen Diesel waren am 29. Mai nach einem Leck in einem Heizkraftwerk ausgetreten und hatten den Fluss Ambarnaja verseucht. Der Bergbaukonzern Norilsk Nickel (Nornickel), dem das betroffene Wärmekraftwerk gehört, erklärte, der Dieseltank sei durch ein promptes Absacken des Fundaments beschädigt worden. Ursache sei das Auftauen der Permafrostböden.

    Die Behörden der Region Krasnojarsk riefen den Notstand aus. Das Katastrophenschutzministerium teilte mit, die Ausbreitung des ausgelaufenen Diesels sei gestoppt worden. Schwimmsperren wurden errichtet. Zum Vorfall wird ermittelt.

    leo/ae

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    Tags:
    Unglück, Unfall, Diesel, Öl, Norilsk, Sibirien