00:49 15 Juli 2020
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    Nordkorea hat nach südkoreanischen Angaben das innerkoreanische Verbindungsbüro in der Grenzstadt Kaesong gesprengt.

    Die Sprengung sei am Nachmittag (Ortszeit) erfolgt, sagte eine Sprecherin des Vereinigungsministeriums in Seoul am Dienstag. Nähere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt.

    Zuvor war berichtet worden, dass Nordkorea die Möglichkeit prüft, seine Armee in die entmilitarisierte Zone an der Grenze zu Südkorea zu schicken. Das geht aus einer Erklärung des Generalstabs der Koreanischen Volksarmee hervor, die von der Nachrichtenagentur KCNA publik gemacht wurde.

    Anfang Juni hatte Pjöngjang gedroht, Kontakte, darunter auch über das Verbindungsbüro, abzubrechen, sollte Seoul nicht davon absehen, Luftballons mit Aufklärungsmaterialien über die Grenze ins Nachbarland zu schicken. Nordkorea hatte daraufhin die Abschaltung sämtlicher Kommunikationskanäle mit Südkorea angekündigt.

    Interkoreanisches Verbindungsbüro

    Seit seiner Eröffnung im September 2018 setzen sich die beiden Koreas über das interkoreanische Verbindungsbüro zwei Mal täglich in Verbindung.

    Die Streitkräfte beider Koreas hatten über die militärischen Kommunikationsleitungen täglich um 9:00 und 16:00 Uhr Telefonate geführt.

    ai/dpa/sna

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    Tags:
    Sprengung, Seoul, Verbindungskanal, Südkorea, Nordkorea